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Nichts wie weg in die Sonne

VonFriederike Marx

Ab in den Süden: Die Reiseveranstalter
profitieren derzeit vom schlechten Wetter.

Frankfurt/Main.Genervt von Dauerregen und Kälte flüchten die Bundesbürger in die Sonne – die Reiseveranstalter freut es. „Keine Frage, das schlechte Wetter treibt die Deutschen momentan in die Urlaubsflieger“, sagt eine Tui-Sprecherin. Kurzfristig gebuchte Reisen boomen.
„Allein in den letzten zwei Wochen wurden 30 Prozent mehr Pauschalreisen als im vergangenen Jahr gebucht“, berichtet der Chef des Last-Minute-Anbieters L‘Tur, Markus Orth. Insbesondere Ziele rund um das Mittelmeer,
besonders Spanien und Griechenland, profitierten vom schlechten Wetter in Deutschland.
Wenig Freude bereitet der November mitten im Mai dagegen Hoteliers und Gastronomen hierzulande. Besonders hart trifft es Ausflugslokale und Biergärten. „Das Jahr hat 365 Tage und abgerechnet wird zum Schluss“, gibt sich ein Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) dennoch zuversichtlich. Die Prognose für das Gesamtjahr hat die Branche allerdings schon gesenkt. Nach dem strengen Winter und dem verregneten Frühjahr rechnen Hoteliers und Gastronomen nur noch mit einem Umsatzzuwachs von einem Prozent. Ursprünglich hatte die Branche ein Plus von 1,8Prozent in diesem Jahr erwartet.
Immerhin: Die meisten Urlauber haben die schönsten Wochen des Jahres an Nord- und Ostsee oder in den Alpen lange im Voraus gebucht. Das Deutschland-Geschäft laufe gut, sagt ein Sprecher des Reisekonzerns Thomas Cook. Von der Spontanflucht Sonnenhungriger profitieren die Ziele allerdings nicht. „Am häufigsten zieht es die Sonnenanbeter derzeit nach Mallorca, an die Türkische Riviera und nach Kreta“, berichtet der zu Thomas Cook gehörende Last-Minute-Anbieter Bucher.

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