Nordkurier.de

„Alte Kisten“ kostenlos prüfen lassen

Beim Savety-Check simuliert die Rauschbrille das Fahren unter Alkohol. Ein versierter Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz eines Fahrschulwagens passt auf, dass alles gut geht [KT_CREDIT] FOTO: Bernd Hamann
Beim Savety-Check simuliert die Rauschbrille das Fahren unter Alkohol. Ein versierter Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz eines Fahrschulwagens passt auf, dass alles gut geht [KT_CREDIT] FOTO: Bernd Hamann

VonUlrich Rathsack

Experten nehmen gegenwärtig wieder ältere Autos unter die Lupe. Überprüfung noch bis Ende Juni in der Viertortestadt möglich.

Neubrandenburg.Reifen in Ordnung? Bremsen okay? In den nächsten Wochen haben junge Autofahrer deutschlandweit wieder Gelegenheit, den fahrbaren Untersatz kostenlos von Experten prüfen zu lassen. Noch bis Ende Juni läuft der SafetyCheck von DEKRA, Verkehrswacht und Verkehrssicherheitsrat in über 400 Niederlassungen und Prüfstellen.
Junge Kraftfahrer aus Neubrandenburg und Umgebung können ihre Autos beim Check noch bis zum 29. Juni 2013 in die DEKRA-Niederlassung auf dem Bethanienberg an der B 96 Richtung Neustrelitz vorstellen.
„Mit diesem Check möchten wir erreichen, dass junge Fahrer sicherer auf den Straßen unterwegs sind“, betont Niederlassungsleiter Reiner Luthardt. Nach wie vor seien die 18-bis 24-Jährigen auch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die Altersgruppe mit dem höchsten Unfall- und Todesrisiko im Straßenverkehr. „Das Risiko ist doppelt so hoch wie im Durchschnitt“, unterstreicht Luthardt. Deutschlandweit gehörten dieser Altersgruppe 19 Prozent aller Getöteten und 20 Prozent aller Verletzten im Straßenverkehr an bei nur acht Prozent Anteil an der Bevölkerung.
Zu den Gefahren zählt der Experte zum einen geringe Fahrpraxis, besonders leichtsinniges Verhalten, Alkohol und Drogen zum anderen aber auch den Zustand der Fahrzeuge.
Fast die Hälfte dieser Altersgruppe seien mit Autos unterwegs, die älter sind als elf Jahre, verweist Reiner Luthardt auf aktuelle Statistiken. „Und gerade diese betagten Blechkarossen fallen oft durch viele technische Mängel und höheres Unfallrisiko auf.“ Dazu komme, dass viele jungen Kraftfahrer oft auf regelmäßige technische Durchsichten und Wartungen in der Werkstatt verzichten, weil sie knapp bei Kasse sind oder lieber selbst am Auto basteln. „Aber das ist Sparen am falschen Platz“, warnt der DEKRA-Experte. Dass es noch Nachholbedarf gibt, zeigten auch die Check-Ergebnisse des vergangenen Jahres. Die Sachverständigen stellten deutschlandweit an über 78 Prozent aller geprüften Fahrzeuge sicherheitsrelevante technische Mängel fest. 50 Prozent aller Fahrzeuge hatten Mängel in den Bereichen Fahrwerk, Räder/Reifen und Karosserie, 46 Prozent an Beleuchtung, Elektrik und Elektronik, 38 Prozent an der Bremsanlage, 33 Prozent im Bereich Sicherheit und Umwelt sowie 18 Prozent bei der Sicht.
Beim SaftyCheck nehmen die Sachverständigen alles unter die Lupe, was wichtig ist für die Sicherheit: Reifen, Bremsen, Fahrwerk, Lenkung, Licht und Sicht, Gurte sowie Auspuffanlage. Erschreckend auch die Bilanz für Neubrandenburg, wo laut Luthardt im Vorjahr 186 von 224 Fahrzeugen Mängel hatten.
Der Check dauert etwa 20 Minuten, im Prüfprotokoll werden die Fehler festgehalten und die Fachleute geben Tipps, wie die Fehler beseitigt werden können. Auf die Prüfplakette am Fahrzeug hat der Check keinen Einfluss. „Wer sein Auto vorstellen will, kommt einfach zu uns. Eine Anmeldung ist nicht nötig“, informiert Reiner Luthardt. Zudem werde es in Demmin und Pasewalk zusätzliche Überprüfungen gemeinsam mit der örtlichen Verkehrswacht geben.
www.dekra-safetycheck.
com

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×