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Automatischer Hilferuf aus dem Biker-Helm

Das neue automatische Notruf- und Ortungssystem „RiderEcall“ für Motorradfahrer erkennt anhand von Sensoren einen Unfall und verständigt den Rettungsdienst. [KT_CREDIT] FOTO: Hersteller
Das neue automatische Notruf- und Ortungssystem „RiderEcall“ für Motorradfahrer erkennt anhand von Sensoren einen Unfall und verständigt den Rettungsdienst. [KT_CREDIT] FOTO: Hersteller

VonManuel Pollak

Motorradfahrer verletzen sich bei einem Unfall oft schwerer als Pkw-Insassen. Eine schnelle Information der Notfalldienste verspricht das neue automatische Notrufsystem „RiderEcall“ eines Helmherstellers.

Magdeburg.Bei einem Motorradunfall ist Zeit ein entscheidender Faktor für die Hilfemaßnahmen. Eine schnelle Information der Notfalldienste verspricht das neue Notrufsystem „RiderEcall“ des Helmherstellers Schubert. Es besteht aus zwei Einheiten, die jeweils an der Maschine und am Helm befestigt sind.Das System verfügt über einen integrierten GPS-Empfänger, eine integrierte SIM-Karte sowie ein eingebautes Mikrofon und einen Lautsprecher mit einer Reichweite von ca. drei Metern. Der Motorradfahrer kann den Notruf auch manuell auslösen, um Beispielweise den Unfall anderer Verkehrsteilnehmer zu melden.
Während der Fahrt überwachen fünf Sensoren die Beschleunigung und die Neigung des Fahrzeugs. Das System reagiert, sobald zwei oder mehrere Sensoren gleichzeitig Alarm auslösen. Eine SMS leitet dann die GPS-Daten des Unfallorts an die Notfall-Leitstelle weiter, mit der das „RiderEcall“ gleichzeitig eine Telefonverbindung mit dem Fahrer aufbaut. Antwortet der Biker nicht, macht sich automatisch ein Rettungswagen auf den Weg zur Unglücksstelle. Das Notruf- und Ortungssystem umfasst ein 24-monatiges Abonnement sowie die Motorrad- und Helmeinheit. Die Nutzungsdauer verlängert sich für eine Gebühr um zwei weitere Jahre und schließt eine neue Helmeinheit sowie eine Ersatzbatterie für die Motorradeinheit ein. Beide Geräte-Komponenten sind für fast alle Motorrad- und Helmtypen geeignet. Das System funktioniert derzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit Anfang Mai ist der Hilferuf auch in weiteren europäischen Ländern verfügbar.

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