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Der Typ mit der großen Klappe

Jüngster Skoda-Spross: der Octavia Combi [KT_CREDIT] Foto: Hersteller
Jüngster Skoda-Spross: der Octavia Combi [KT_CREDIT] Foto: Hersteller

Paukenschlag aus dem Hause Skoda: Kaum hat das Publikum die Limousine des Octavia so richtig in Augenschein nehmen können, rollt dieses Wochenende bereits die Kombivariante zu den Händlern. Der Lastenträger ist das beste Pferd im Stall der tschechischen Volkswagentochter und hat einen Platz ganz oben in der Gunst der Kunden. Rund 90 Prozent der Käufer eines Octavia stehen auf den Typ mit der großen Klappe. Wie bei der Limousine haben die Designer auch beim Skoda Combi klare Linien bevorzugt. Zeitlos-elegant haben die Mannen um Chefdesigner Kaban die neuen Proportionen zugeschnitten.

Die sind sauber, aufgeräumt und ohne große Schnörkeleien. Neu gestaltet wurde die Front mit Grill, Logo und Scheinwerfern, ebenso die Heckpartie. Was nicht zu sehen ist: der Octavia hat abgespeckt. 102 Kilogramm bringt er weniger auf die Waage. Gegenüber den Vorgängern hat Bruder Combi genau wie Schwester Limousine in Länge und Breite zugelegt. Der Tscheche ist mit 4,66 Meter nun 90 mm länger und mit 1,81 Meter ganze 45 mm breiter. Das macht den Octavia zum Wanderer zwischen zwei Welten. Denn mit diesen Maßen stößt das Kompaktmodell fast schon ins Revier der Mittelklasse, wo sich Passat (4,77 Meter) oder Audi A4 (4,70 Meter) tummeln. Zum Vergleich: der Golf Variant, Riegenführer der Kompaktklasse, bringt es auf 4,53 Meter Länge. Auch der Kofferraum vom Oktavia sticht mit 610 bis 1740 Liter Stauraum jeden Konkurrenten aus.

Selbst Konzernbruder Passat muss da passen. Zudem lockt der Tscheche erneut mit einer Vielzahl von praktischen Details. Und da beim Octavia auch der Radstand um immerhin elf Zentimeter auf 2,69 Meter gewachsen ist, ergeben sich für die Passagiere nahezu fürstliche Platzverhältnisse. So lässt es sich in der zweiten Reihe ebenso bequem reisen wie auf den Vordersitzen. Zur neuen Fassadengestaltung gibt es auch eine frische Innenraumgestaltung. Gute Materialien und saubere Verarbeitung bis ins Detail erfreuen die Insassen. Zur Ausstattung gehören bis zu neun Airbags. Neu ist auch ein Knie-Airbag. Das optionale Navigationssystem arbeitet tadellos. Reichhaltig ist die Auswahl an Assistenzsystemen, die Skoda gegen einen entsprechenden Obolus anbietet und die man sonst nur in höherklassigen Fahrzeugen findet.

So gibt es erstmals eine automatische Distanzregelung und eine Verkehrszeichenerkennung. Das Motorenangebot umfasst vier Benzin- und vier Dieselmotoren von 86 PS bis 180 PS. Bei einigen Motorvarianten wird es auch Allradantrieb geben. Der sparsamste Diesel soll mit nur 3,3 Liter auf 100 km auskommen. Der 1,2-TSI-Benziner mit 105 PS und Handschaltung reicht aus, um den Kombi auch auf der Autobahn zu einer flotten Gangart zu bewegen. Er folgt ohne große Anstrengung jedem Druck aufs Gaspedal und arbeitet äußerst laufruhig. Für die Freunde des Diesels dürfte der 150-PS-Motor mit dem Siebengang-DSG-Getriebe die richtige Wahl sein. Punkten will er vor allem mit Durchzugsstärke und niedrigem Treibstoffverbrauch.
„Mittelklassequalität zum Kompakt-Preis“ verspricht Skoda. Und so beginnt beim Octavia Combi die Preisliste schon bei 16 640 Euro.

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