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Die Geschichte der Hiddenseer Dünenheide

Wo sich heute südlich von Vitte Heidelandschaft ausbreitet, wuchs noch vor über 800 Jahren ein Wald mit
Birken, Eichen und Kiefern. Vom 14. bis 16. Jahrhundert wurde er Opfer der zunehmenden Besiedelung. Sein Holz wurde für das Kloster der Mönche, den Bau neuer Fischersiedlungen und die sogenannte Luchte, das Leuchtfeuer im Inselsüden, benötigt. Seit dem 17. Jahrhundert wurden die gerodeten Flächen beweidet. Rohhumus der Heide wurde als Stall-Einstreu und Baumaterial entnommen.
Erst im 20. Jahrhundert ließ die landwirtschaftliche Nutzung, zum Beispiel durch die Gehöfte „Heiderose“ und „Dünenhof“, allmählich nach. Ab 1920 wurde die Dünenlandschaft zum begehrten Ausflugsziel von Tagesgästen und Urlaubern. Bis in die 1960er Jahre wurden in der etwa 250 Hektar großen Heide über 60 Ferienhäuser errichtet. Um eine weitere Zersiedelung zu verhindern, wurde das Areal 1964 zum Naturschutzgebiet erklärt. Wege dürfen seitdem nicht mehr verlassen werden. Es handelt es sich um die letzte deutsche Küstenheide.

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