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Kindersitze zweckmäßig

Bei aktuellen Kindersitzen liegen Eltern nie völlig daneben. Das hat der jüngste Kindersitztest von ADAC, Stiftung Warentest und anderen Organisationen ergeben. Darin ist kein Modell durchgefallen. „Allerdings nützt der beste Kindersitz nichts, wenn sich die Eltern für den Einbau ins Auto nicht genügend Zeit nehmen oder ihre Kinder zu locker anschnallen“, betont Andreas Ratzek, Projektleiter beim ADAC. Solche typischen Bedienfehler könnten für die Kleinen bei einem Unfall lebensgefährlich sein. Von den insgesamt 27 getesteten Kindersitzen aus allen Gewichts- und Preisklassen (99 bis 448 Euro) konnte gut die Hälfte die Tester überzeugen: 2 bekamen die Note „Sehr gut“, 12 ein „Gut“ - wobei ein hoher Preis kein Garant für Qualität ist. Von den schlechter bewerteten Sitzen schnitten 9 mit „Befriedigend“ ab.

„Ausreichend“ gab es für 4 Modelle: Bei einer Babyschale ist nach Erkenntnissen der Tester der Gurt zu lang, um ein Neugeborenes damit sichern zu können. Bei anderen Sitzen trüben die komplizierte Handhabung oder die nur „ausreichende“ Unfallsicherheit das Gesamtergebnis. Eine Schwachstelle bleibt der Mensch: „Ein guter Sitz, der falsch eingebaut wird, bringt nicht viel“, warnt auch Henry Görlitz, Projektleiter bei der Stiftung Warentest. Eltern sollten sich stets genügend Zeit für die sorgfältige Montage im Auto nehmen.

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