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Löwen-Sportler an Startlinie

200 PS hat der kleine französische Renner 208 GTi unter der Haube. [KT_CREDIT] FOTO: Autoreporter
200 PS hat der kleine französische Renner 208 GTi unter der Haube. [KT_CREDIT] FOTO: Autoreporter

Die Löwenmarke setzt zum Sprung an. Drei Neuheiten schicken die französischen Autobauer in diesem Jahr ins Rennen. Neben dem Kleinwagen-Crossover 2008 starten im Juni zwei besonders sportliche Modelle. Da ist zunächst das Sportcoupe RCZ. Der 4,28 Meter lange Zweitürer ist nicht neu auf der Straße, seine Geburtsstunde liegt bereits runde drei Jahre zurück. Angesichts guter Verkaufszahlen entschieden sich die Franzosen, das Sportcoupe durch einen behutsamen Feinschliff fit für seinen weiteren Lebensweg zu machen. Nicht angerührt hat man bei der Renovierung die für den RCZ so typische Doppelwölbung im Dach und der Heckscheibe sowie die beiden Aluminiumbögen an den seitlichen Dachrändern.

Dafür wurde die Frontansicht komplett überarbeitet und mit LED-Tagfahrleuchten ausgestattet. Die Scheinwerfer strahlen nun mit Xenon-Licht in die Dunkelheit. Optisch gibt der RCZ ein gutes Bild ab: seine elegante, muskulöse Linienführung duckt sich tief auf die Straße und erinnert stark an den deutschen Rivalen Audi TT.

Auch innen gibt sich der RCZ alle Mühe, mit Eleganz und Sportlichkeit zu beeindrucken. Die Sitze bieten guten Halt und ausreichend Platz. Das gilt allerdings nur für die erste Reihe, den bei dem zwar als 2+2-Sitzer angepriesenen Coupe geht es hinten tüchtig eng zu. Die tief nach unten gezogene Dachpartie engt zudem das Blickfeld ein. Beim Kofferraumvolumen liegt der Franzose mit 321 bis 639 Litern deutlich über dem Klassendurchschnitt. Assistenzsysteme hat der Löwen-Sportler jedoch keine zu bieten.

Die Motorenpalette ist recht übersichtlich. Zwei Benziner zu 156 PS und 200 PS stehen zur Wahl. Die Dieselfreunde werden mit einem 163-PS-Selbstzünder bedient. Der Treibstoffverbrauch der Aggregate liegt bei recht sparsamen 7,3 – 5,3 Liter je 100 Kilometer.

Der Fronttriebler lässt sich ziemlich flott bewegen, das Sechsganggetriebe schaltet präzise und die Lenkung arbeitet sehr direkt. An Fahrspaß herrscht also keinen Mangel. Die Preisliste für den Benziner beginnt bei 28 150 Euro, der Diesel ist ab 30 650 Euro zu haben.

Der zweite im Bunde der Löwen-Sportler ist der 208 GTi. Klein, stark und handlich soll der 3,70 Meter lange Flitzer noch mehr als Bruder RCZ französisches Temperament auf die Straße bringen. Wie einst der legendäre Peugeot 205 GTi aus den 80er Jahren, will auch die Neuauflage der Konkurrenz das Fürchten lehren und macht deshalb auch keine halben Sachen. 200 Pferdchen scharren unter der Haube. Mit einem Drehmoment von 275 Newtonmeter reißt der 1,6-Liter-Turbobenziner in 6,8 Sekunden die Tempo-100-Marke. Erst bei 230 km/h geht dem Flitzer die Puste aus. Das macht durstig. Peugeot hat einen Durchschnittsverbrauch von 5,9 Liter angegeben. Klingt prima. Doch wer mit dem Sportler sportlich unterwegs sein will, sollte einige Liter dazu rechnen.

Wer einen flotten Fahrstil liebt, wird den 208 GTi mögen. Das dürfte nicht nur am Preis liegen, der mit 22 900 Euro günstiger ist als manch Konkurrent. Hinzu kommt ein kraftvolles Design. Und gut anzusehen ist auch das sportliche Interieur im Innenraum.
Dazu passt das etwas tiefer positionierte und handliche Lenkrad. Vorn ist auf den allerdings etwas eng geschnittenen Sitzen ausreichend Platz. Dafür ist die hintere Reihe des Zweitürers nur bedingt für Passagiere zu empfehlen. Viel Spaß macht die knackig zu schaltende 6-Gang-Handschaltung. Die Lenkung geht präzise und die Fahrwerksabstimmung ist so, wie man es erwartet: straff und sportlich.

Die Grundausstattung des 208 GTi ist bereits recht ansehnlich. Zahlreiche Extras wie zum Beispiel Kurvenlicht oder Navi lassen sich gegen Aufpreis ordern.

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