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Neustrelitzerin ebnet Zwerg den Weg

Der neue Space Star von Mitsubishi. [KT_CREDIT] FOTO: Hersteller
Der neue Space Star von Mitsubishi. [KT_CREDIT] FOTO: Hersteller

VonUlrich Rathsack

Mitsubishi hat den neuen Space Star auf den Markt gefahren. Der kleine Fünfsitzer bietet viel Platz und wurde bereits mit einem Design-Preis geehrt.

Rüsselsheim.Erst seit Mitte April steht der kleine Japaner bei den Händlern und schon hat er einen Top-Platz in einem europäischen Design-Wettbewerb eingefahren. Der neue Space Star aus dem Hause Mitsubishi erreichte als bestes Mobil aus dem fernöstlichen Land einen dritten Platz beim Design Award 2013 der Auto Bild-Gruppe. In der Kategorie Klein- und Kompaktwagen folgte er dem erstplatzierten Audi A2 Sportback und dem Skoda Octavia auf dem Treppchen. Insgesamt standen 36 Modelle in sechs Kategorien zur Auswahl, 200 00 Leser in 15 europäischen Länder hatten an der Abstimmung teilgenommen.
Bei den deutschen Händlern kostet der flott aussehende kompakte Minivan ab 8990 Euro. Diese preiswerteste Variante wird sicherlich kaum auf den Straßen zu sehen sein, da beispielsweise auf das Radio verzichtet wird. Häufiger werden da sicherlich die drei weiteren Ausstattungsversionen – Light für
10990 Euro, Shine für 12 990 Euro sowie die Top-Version Shine+ für 13990 Euro im Straßenverkehr auftauchen. Bei Letzterem bleiben in Sachen Ausstattung kaum Wünsche übrig. Rundumschutz bieten unter anderem sechs Airbags. An Bord befindet sich zudem viel moderne Technik wie Smart Key System mit Start-Stopp-Taste, Klimaautomatik, elektronische Stabilitätskontrolle sowie eine SD-Kartennavigation mit integrierter Audioanlage. Zusätzlich kosten lediglich eine Metalliclackierung (450 Euro) sowie ein stufenloses CVT-Getriebe. Das gibt es ab diesem Sommer für 1000 Euro für die stärkere Motorisierung.
Apropos Motoren. Basis ist eine neu entwickelte 1,0-Liter-Dreizylinder- Maschine mit 52 kW/71 PS, als zweite Variante steht ein gleichfalls neues 1,2-Liter-Aggregat zur Auswahl, dessen drei Zylinder 59 kW/80 PS bringen. Bei ersten Testrunden haben beide Benziner ordentlich gearbeitet. Mit dem 1,0-Liter-Motor ist man etwas behäbiger auf Tour, das Gaspedal muss kräftig getreten werden, um in Schwung zu kommen (von null auf Tempo 100 braucht der Fünftürer 13,6 Sekunden) und manchmal grummelt der Motor etwas lautstark.
Doch für Fahrt durch die City und beim „Mitschwimmen“ auf der Landstraße oder Autobahn gibt es kaum etwas zum Meckern. Das gilt gleichfalls für den Verbrauch. Der kleinere Motor begnügt sich im Schnitt nach EU-Norm (im Labor gemessen) mit geringen 4 Liter je 100 Kilometer (C02-Emission 92 Gramm je Kilometer). Im Fahralltag sollte man jedoch etwas mehr einplanen. Der stärkere Motor zieht insgesamt kraftvoller, dem Tritt aufs Gaspedal folgt rasch Kraftzuwachs bereits bei niederen Drehzahlen. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 4,3 Liter je 100 Kilometer (EU-Norm) an, das entspricht einem der C02-Ausstoß von 96 Gramm je Kilometer.
Der Space Star zeigt sich insgesamt gut verarbeitet und bietet erstaunlich viel Platz. Vier Erwachsenen reisen sehr bequem, haben eine Menge Freiheit rundum, das auch auf der hinteren Bank. Für drei Leute wird es dort aber ziemlich eng. Das Gepäckabteil hält normalerweise 235 Liter parat, durch Umklappen der geteilten Rücksitzbank werden es maximal 1000 Liter. Auch beim Fahrkomfort macht der Kleine eine gute Figur. Das Auto ist weich gefedert, Fahrgeräusche dringen kaum nach innen und schlechte Wegstrecken sind für die Insassen wenig zu spüren. Schnelle Kurvenfahrten quittiert der Fronttriebler mit etwas stärkeren Seitenneigungen. Die Servolenkung arbeitet sehr leicht, die Fünfgangschaltung präzise und über kurze Wege.
Der neue Space Star wurde verschiedentlich als Nachfolger des jetzt ausgelaufenen Colt genannt. „Aber es ist ein völlig anderes, neu auf die Räder gestelltes Auto, das mit dem alten Colt kaum mehr etwas gemein hat“, erläutert Josefine Beck, Produktmanagerin bei Mitsubishi Deutschland. Das Auto sei mehr als 20 Zentimeter kürzer und 120 Kilogramm leichter als der Colt. Zudem gebe es zwei völlig neue Motoren. Mitsubishi vollziehe mit dem Auto eine Rückkehr zu den Wurzeln des A+B-Segments und wolle damit erfolgreich auf dem schnell wachsenden Kleinwagenmarkt punkten.
Deshalb habe man sich für einen anderen Namen entschieden, erklärt die 26jährige gebürtige Neustrelitzerin, die seit gut einem halben Jahr bei Mitsubishi in Rüsselsheim arbeitet. In diesem Jahr wollen die Japaner hierzulande noch 7000 Space Star verkaufen.

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