
| Tiere |
von Bernd Hamann
|
„Na klar! Wenn wir zu Oma fahren, muss Bello mit. Was soll unser liebes Hundchen denn die ganze Zeit allein zu Hause.“ Keine Frage: eine gute Entscheidung von Frauchen und Herrchen, denn Hunde sind sehr soziale Tiere und auf Gemeinschaft mit anderen angewiesen. Aber auf dem Rücksitz im Auto oder gar auf dem Schoß des Beifahrers während der Fahrt hat der Vierbeiner nun wirklich nichts zu suchen. „Ein Autohunde-Käfig aus Aluminium ist da die bessere Variante“, weiß Jürgen Krause, zertifizierter Moderator des Deutschen Verkehrssicherheits-Rates DVR für Ladungssicherung von der TÜV Rheinland Akademie GmbH in Neubrandenburg. Ist die Box ausreichend groß, „fühlen sich viele Tiere in der Höhlenatmosphäre sogar pudelwohl“, weiß der Fachmann. Kompakte Boxen für kleinere Hunde und Katzen sollten nach seiner Erfahrung im Fußraum hinter den Vordersitzen platziert werden. Für größere Boxen bietet sich der Laderaum von Kombis, Vans und SUVs an. Das Behältnis sollte dabei quer zur Fahrtrichtung direkt an die Lehne der Rücksitzbank gestellt werden. „So verteilen sich bei einem Aufprall die Kräfte gleichmäßiger und das Tier übersteht die Belastung besser", meint der Fachmann. Wenn die Box zusätzlich mit Spanngurten gesichert wird und ein möglichst fest installiertes Trenngitter eingebaut ist, reduziert sich die Verletzungsgefahr für die Hintensitzenden bei einem Unfall.
Nach Erkenntnissen von Jürgen Krause sind Haltegeschirre, die am Gurtschloss oder mit Isofix-Haken befestigt werden, nur zweite Wahl. Sie können zwar dafür sorgen, dass die Tiere den Fahrer nicht behindern, bieten aber bei einem Unfall nur wenig Schutz. Und wenn es trotzdem ein Geschirr sein soll, dann zumindest eins mit breiten Gurten und soliden Verschlüssen. „Um den Vierbeiner dann stramm festzuschnallen“, rät der Experte.
Ein ungesichertes Tier verwandelt sich bei einem Crash wie jeder ungesicherte Gegenstand im Fahrzeug in ein Geschoss. Ein 20 Kilogramm schwerer Hund schießt bei einem Aufprall mit Tempo 50 mit dem rund Zehnfachen seines Gewichts durch das Fahrzeug. Mit entsprechend fatalen Folgen für Hund und Halter. Darüber hinaus führt ein ungesichertes Tier zu juristischen Folgen. „Tiere sind rein rechtlich gesehen eine Ladung. Und die muss ausreichend gesichert sein.“ Verursacht ein herumspringender Hund einen Unfall, drohen Bußgeld und Abschläge bei der Vollkaskoversicherung", weiß Jürgen Krause.















