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Sichtkontakt ist wichtig beim Spurwechsel

Wechselt ein Verkehrsteilnehmer vor einer roten Ampel die Fahrspur, muss er sich mit den Fahrern nachfolgender Fahrzeuge verständigen und sicherstellen, dass diese ihn gesehen haben. Kollidieren die Fahrzeuge, muss der Spurwechsler den höheren Schadensanteil tragen.
Den anderen Fahrer trifft jedoch eine Mitschuld, da jeder den Verkehr vor sich beachten muss. So hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden (Az. I-9 U 5/12). Im vorliegenden Fall wechselte ein Autofahrer von der äußersten rechten Fahrspur über eine Fahrbahn hinweg zur Linksabbiegerspur. Er setzte sich in eine Lücke vor einen Lkw, ohne Sichtkontakt mit dem Fahrer aufzunehmen. Das Heck des Pkw ragte dabei in die mittlere Spur hinein. Als der Lkw anfuhr, kollidierten die Fahrzeuge und es entstand ein Schaden in von 2 500 Euro.
Das Gericht entschied, dass der Autofahrer 70 Prozent des Schadens tragen muss, der Lkw-Fahrer die übrigen 30 Prozent.

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