Nordkurier.de

Videoauge sei wachsam – Auto-Kameras in Mode

Dashcams zeichnen alles auf, was sich vor dem Auto abspielt.
Dashcams zeichnen alles auf, was sich vor dem Auto abspielt.

Sie wenden den Blick nie von der Straße ab und sehen alles, was sich vor dem Wagen abspielt. Die Rede ist von Überwachungskameras fürs Auto - sogenannte Dashcams. Seit solche Systeme zufällig Bilder des Meteoriteneinschlags Mitte Februar im russischen Tscheljabinsk mitgeschnitten haben, die um die Welt gingen, ist die Technik auch in Deutschland ins Interesse der Autofahrer gerückt.

Dashcams werden meist per Saugnapf innen an der Windschutzscheibe befestigt und filmen das Verkehrsgeschehen vor dem Auto. Die Videos landen auf einer Speicherkarte und sind an jedem Computer mit Kartenleser abrufbar. Ein Akku oder ein Kabel am Zigarettenanzünder versorgt die Kamera mit Strom. Je nach Ausführung kosten Dashcams zwischen 40 Euro für einfache Systeme und 250 Euro für High-End-Geräte.

Beweggründe für den Einbau: „Viele Autofahrer wollen ein Beweismittel in der Hand haben, wenn es zum Unfall kommt oder sie Opfer einer Nötigung werden“, sagt ADAC-Jurist Markus Schäpe. „Allerdings werden bei den Aufzeichnungen auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer aufgenommen.“ Die Rechtmäßigkeit der Nutzung von Auto-Kameras sei daher umstritten, zumal es auch noch keine gerichtlichen Entscheidungen dazu gebe. „Ein Video kann als Beweismittel dienen, wenn das Gericht der Ansicht ist, dass Manipulationen ausgeschlossen sind“, erläutert Schäpe.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×