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Das Gartenreich des Kochs

Wer Kräuter liebt, möchte sie am liebsten selbst im Garten anbauen. Eine Möglichkeit dafür bietet die Kräuterspirale, auf der Kräuter mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen Platz finden. „Sie bietet einen enormen Platzvorteil gegenüber normalen Beeten und wird mit unterschiedlichen Substraten befüllt“, erläutert Renate Hudak, Diplomgartenbauingenieurin und Fachbuchautorin, die Vorteile der Kräuterspirale. So können nicht nur mehr Pflanzen auf einer Fläche kultiviert, sondern auch unterschiedliche Ansprüche erfüllt werden.

Die Kräuterspirale wird in Zonen unterteilt: Im oberen Bereich der Schnecke wachsen mediterrane Pflanzen. Dann geht sie in die normale Zone, feuchte Zone und in die Wasserzone am Fuß der Spirale über. „Grundsätzlich gilt: Je größer eine Kräuterspirale ist, desto schöner ist sie“, sagt Hudak. Es sollte mindestens eine Fläche von 2,5 mal 2,5 Metern zur Verfügung stehen. Ist sie zu klein, können sich die Kräuter nicht optimal entfalten.

Die Spirale kann entweder aus Mauersteinen in Mörtelbauweise oder aus unbehauenen Natursteinen in Trockenbauweise geformt werden. „Dabei sollte immer auf eine leichte Neigung der Wände nach innen geachtet werden, damit sich in den Fugen und Ritzen Pflanzen ansiedeln und Kleintiere verstecken können“, sagt Hudak. Beim Bau mit Natursteinen werde eine Lage Steine nach der anderen schneckenförmig ausgelegt und die Innenräume mit Erde oder sonstigem Füllmaterial aufgefüllt – bis man in der Mitte etwa eine Höhe von 80 Zentimetern erreicht. Die Pflanzen der mediterranen Zone benötigen ein leichtes Substrat. „Das kann mit Sand und feinem Kies vermischte Gartenerde sein“, erklärt Hudak. Hier wachsen Rosmarin, Lavendel, Thymian und Salbei.

Im Anschluss an den mediterranen Bereich befindet sich die normale Zone, die Basilikum, Koriander, Kamille und Kapuzinerkresse beherbergen kann. Je weiter man der Schnecke nach unten folgt, desto weniger Sand sollte das Substrat enthalten und desto humoser, feuchter und nährstoffreicher werden. Hier wachsen Schnittlauch, Petersilie und Kerbel. In der Wasserzone, die aus einem Kübel oder einer mit Folie ausgelegten Vertiefung bestehen kann, fühlen sich Brunnenkresse und Wasserminze wohl.

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