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Gärtnern ohne Rückenschmerzen

Selsingen.Gartenarbeit soll entspannen und nicht der Gesundheit schaden. Gerade der Rücken wird beim Rasenmähen oder Unkrautjäten aber oft stark belastet. „Bevor man loslegt, sollte man sich darüber Gedanken machen, was einem wehtut und wie man das umgehen kann“, sagt Detlef Detjen von der Aktion Gesunder Rücken. Er rät, möglichst viele Tätigkeiten im Stehen zu erledigen und die richtigen Geräte zu benutzen. So sei es beispielsweise wichtig, beim Umgraben einen Spaten zu verwenden, dessen Stiellänge zur eigenen Körpergröße passt.
Bei vielen Hobbygärtnern belastet besonders die Arbeit in ebenerdigen Beeten den Rücken. „Eine Möglichkeit ist es, ein Hochbeet anlegen zu lassen, das man im Stehen versorgen kann“, schlägt Detjen vor. Wer seine Beete lieber am Boden lasse, sollte sich beim Unkrautjäten oder Blumenpflanzen nicht mit rundem Rücken nach unten beugen. Besser sei es, in die Hocke zu gehen und mit möglichst geradem Rücken zu arbeiten. Auch die richtigen Geräte können dabei helfen, den Rücken zu schonen: Der Rasenmäher dürfe nicht zu schwer sein. „Die Griffe des Rasenmähers sind idealerweise so gestaltet, dass man sie in unterschiedlichen Positionen greifen kann.“
Um Verspannungen bei der Arbeit mit der Heckenschere zu vermeiden, sollte man das Gerät an den Körper heranziehen, dicht an die Hecke herantreten und die Arme anwinkeln. „Generell müssen die Geräte zu mir passen“, erklärt Detjen. Er empfiehlt, mehrere kleine Behälter für gejätetes Unkraut oder Rasenabfall und nicht zu große Gießkannen zu kaufen, um Gewicht zu verteilen.
Für alle Arbeiten, die das Kreuz zu stark belasten, sollten sich Menschen mit Rückenbeschwerden lieber Hilfe vom Profi holen. „Es ist vor allem wichtig, sich auch mal eine Pause zu gönnen“, sagt Detjen. „Die Gartenarbeit soll ja ein Freizeitvergnügen
bleiben.“

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