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Ausgestopftes Haustier im Wohnzimmer

Viele Haustierbesitzer würden ihren Liebling am liebsten für immer um sich haben. „An ihren Vögeln, Hamstern, Hunden oder Katzen hängen einige Besitzer besonders“, erzählt Tierpräparator Torsten Frommholz aus Eberswalde. Jedes Jahr stopft er mit seinem Partner und seiner Frau Dutzende Tiere aus. Die verstorbenen Lieblinge finden dann ihren Platz neben dem Kamin oder auf dem Nachttischschränkchen.
Laut der Umweltstiftung WWF ist die Tierpräparation nicht grundsätzlich verwerflich: „Sie wird dann ein Problem, wenn es in Mode kommt und jeder ein Nashorn bei sich zu Hause haben möchte“, sagt Jörn Ehlers vom WWF. Allgemein sei es eine Geschmacksfrage, ob sich jemand ein totes Tier ins Wohnzimmer hängen möchte. „Ausgestopfte Tiere können einen Beitrag zur Bildung leisten“, betont Ehlers. Zum Beispiel habe Eisbär Knut als Präparat dazu beigetragen, mehr Aufmerksamkeit auf die Arktis zu lenken.

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