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Tauben füttern kann teuer werden

Koblenz.Das Füttern von Tauben kann teuer werden. Vor allem, wenn sich Tierliebhaber mehrfach weigern, einem öffentlich verhängten Verbot zu folgen, müssen sie mit hohen Bußgeldern rechnen. Dies hat das Oberlandesgericht Koblenz entschieden (Az.: 1 SsBs 105/12), wie der Deutsche Anwaltverein mitteilt.
In dem Fall wurde eine Verurteilung durch das Amtsgericht zu einem Bußgeld in Höhe von 800 Euro bestätigt. Die Stadt Boppard hatte verboten, auf öffentlichen Straßen oder Anlagen Futter für freilebende Tiere auszulegen. Eine Frau verstieß über Jahre gegen das Verbot und fütterte dort immer wieder Tauben. Nach mehreren Bußgeldern und immer neuen Verstößen setzte die Stadt eine Geldbuße von 2500 Euro fest.
Nach Einspruch der Frau wurde diese auf 800 Euro reduziert. Das Fütterungsverbot verstoße nicht gegen Grundrechte und sei aus sachlichen Gründen gerechtfertigt, entschied das Gericht. Eine zunehmende Vermehrung von Tauben führe zu starken Verschmutzungen der Gehwege, Straßen und Gebäude bis hin zu Substanzschäden an öffentlichem und privatem Eigentum. Das Fütterungsverbot stelle dabei die geringste mögliche Beeinträchtigung der Taubenliebhaber dar.

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