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Das Eigentum verwalten

Der Bauboom vor 20 Jahren bescherte vielen Städten in den neuen Bundesländern oftmals ganze Stadtviertel, die sich aus einem Mix von Eigenheimen und Mehrfamilienhäusern zusammensetzen. Am Südrand Neubrandenburgs steht seit Mitte der 1990er Jahre auf dem Lindenberg eine ebensolche Siedlung.
Hier kaufte 1996 auch Heinz Henneske gemeinsam mit seiner Frau eine knapp 70 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Wohnung. Die kleine Wohnanlage besteht aus 30 Wohnungen, die zur Hälfte von den Eigentümern selbst, zur anderen Hälfte von Mietern bewohnt wird. „Unterschiede machen wir da aber nicht“, betont Heinz Henneske. Dass dies so gut funktioniert, ist gerade bei Eigentümergemeinschaften immer auch eine Frage des Verwalters. Nur ein Jahr blieb man in der Anlage auf dem Lindenberg Süd beim damaligen Bauträger, der auch gleichzeitig Verwalter war. Dann machte man sich auf die Suche nach einem lokalen Anbieter für die Betreuung des gemeinsamen Eigentums.
„Wie wichtig ein guter Verwalter ist, haben wir gleich am Anfang gespürt, denn es ging darum, noch einige Baumängel zu beseitigen“, erklärt der heute 75-Jährige. In der Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft eG (Neuwoba) fand man seinerzeit einen geeigneten Partner. Man verständigte sich nicht nur auf einen rechtlichen Beistand, sondern auch auf das Prozedere im Alltag. So ist Heinz Henneske seit 2005 im Verwaltungsbeirat tätig, fünf Mitglieder stellen hier das Bindeglied zwischen Eigentümergemeinschaft und Verwalter.
Vor allem kleine Reparatur- und Sanierungsarbeiten bestimmen die Agenda des Gremiums. „Was in den letzten Jahren aber immer wichtiger wurde, sind Fragen des altersgerechten Wohnens. Da hat uns die Neuwoba gut beraten und wir haben wichtige Dinge umsetzen können“, so der Neubrandenburger. Konkret wurden neue Handläufe montiert und zusätzliche Überdachungen geschaffen. Aber auch die Abfallentsorgung kann im Alter zum Hindernis werden, wie zwei Stürze in der jüngsten Vergangenheit zeigten. Auch hier wurden mittlerweile Konzepte erarbeitet, die den Bewohnern diese Arbeiten nun erleichtern.
Neben der Verwaltung der jeweiligen Hauskonten sind unter anderem gesetzliche Änderungen immer wieder Anlass, bei denen Eigentümergemeinschaften auf das Know-how des Verwalters bauen sollten. Die Veränderung der Trinkwasserverordnung sowie der Einbau neuer Wärmezähler sind in der Wohnanlage auf dem Lindenberg Süd derzeit aktuelle Themen. „Es herrscht auch hier ein gegenseitiges Vertrauen, dass wir gut und gemeinschaftlich die beste Lösung finden“, ist sich Heinz Henneske sicher.

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