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Nie wieder dicke Luft

Lüftungsanlagen – hier ein Beispiel von Vaillant – ziehen mitHilfe von Ventilatoren die verbrauchte Luft aus dem Raum ab.  FOTO: Vaillant
Lüftungsanlagen – hier ein Beispiel von Vaillant – ziehen mitHilfe von Ventilatoren die verbrauchte Luft aus dem Raum ab. FOTO: Vaillant

VonStephanie Hoenig

Ekelige schwarze Schimmelflecken ziehen sich die Wand entlang: Das kann die fatale Folge sein, wenn die Wohnung schlecht gelüftet wird. Abhilfe schaffen Lüftungsanlagen. Sie reduzieren außerdem die Belastung durch Pollen für Allergiker.

Berlin.Dichte Fenster in Häusern halten die Heizungswärme gut im Zimmer. Nichts dringt mehr durch Ritzen und Fugen. Doch das kann ekelige und gesundheitsgefährdende Folgen haben: Wenn feuchte Luft im Raum nicht regelmäßig entweichen kann, können auf Dauer die Wände durchfeuchten, und Schimmelpilz bildet sich.
„Am besten dreimal täglich sollte auch im Neubau und bei sanierten Gebäuden durch geöffnete Fenster stoßgelüftet werden“, rät daher Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. Aber das schaffen Berufstätige nicht. Für sie können Lüftungsanlagen eine Lösung sein, die automatisch regelmäßig die Luft im Raum austauschen.
„Lüftungsanlagen sind in gut gedämmten Neubauten und energetisch sanierten Altbauten eine sinnvolle Alternative zur klassischen Fensterlüftung“, findet Michael Dick von der Energieagentur Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Sie sorgen für eine gleichbleibend hohe Qualität der Luft und führen zudem Schadstoffe ab. Effektiv arbeiten Lüftungsanlage aber nur in einen sehr gut abgedichteten Haus, sagt Stolte.
Die Anlagen gibt es in verschiedenen Ausführungen. „Eine optimale Lösung bieten zentrale Lüftungsanlagen“, sagt Dick.
Sie ziehen mit Hilfe von Ventilatoren die verbrauchte Luft aus Küche, Bad oder Toiletten ab. Diese Räume seien am stärksten durch Gerüche und Luftfeuchtigkeit belastet. Neue Außenluft ströme über Durchlässe in Wohn- und Schlafräumen nach. Das sorgt dafür, dass die Luft durch mehrere Räume hinweg ausgetauscht wird. Laut dena liegen die Kosten einer zentralen Abluftanlage in einem Einfamilienhaus bei etwa 25 bis 45 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei einer Fläche von 150 Quadratmetern entspricht das Kosten von 3750 bis 6750 Euro. Dezentrale Lüftungsanlagen sind am Fenster angebracht. Ihr Nachteil ist, dass sie immer nur einen einzelnen Raum lüften. Oft sind diese Anlagen laut Dick auch im Hintergrund zu hören, was insbesondere im Schlafzimmern stören kann. Diese Anlagen kosten nach Angaben des Experten zwischen 200 und 1000 Euro.
„Besonders effizient sind Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, da sie die Wärme aus der verbrauchten Luft an die frische kalte Luft weitergeben“, erklärt Stolte. Es gibt diesen Effekt bei zentralen und dezentralen Varianten. Wenn die Abluft durch die Anlage strömt, passiert sie einen Wärmetauscher, der die vorhandene Wärme aufnimmt.
Damit heizt das Gerät die von außen angesogene kalte Frischluft vor und leitet sie erst dann in das Haus. Das spart Heizkosten. Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kostet laut Dick für ein Einfamilienhaus etwa 8000 Euro.

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