Nordkurier.de

Aufstieg als Lohn für Schinderei

VonThomas Krause

In der neu geschaffenen Handball-Bundesliga der weiblichen A-Jugend könnte Fortuna Neubrandenburg vertreten sein. In Berlin geht es am Wochenende um die Qualifikation.

Neubrandenburg:Sieben harte Wochen Vorbereitung auf dieses Ereignis liegen hinter den Handball-Mädchen des SV Fortuna Neubrandenburg. Am Wochenende soll sich die Schinderei auszahlen: In Berlin spielen die Fortunen um den Aufstieg in die neu
geschaffene Bundesliga der A-Jugend.
Im Qualifikationsturnier haben es die Viertorestädterinnen mit dem Märkischen BSV Belzig, ATSV Stockelsdorf, der HSG Heidmark und den Füchsen Berlin zu tun. Die ersten beiden Mannschaften sind direkt für die höchste deutsche Handballliga im weiblichen Nachwuchs qualifiziert. Das Ziel ist klar abgesteckt: „Wir wollen in diese Bundesliga und denken, dass dies auch machbar ist“, sagt Udo Levold, Leiter des weiblichen Nachwuchses beim SV Fortuna. Finanziell sei der Aufstieg abgesichert, jetzt müssen nur die sportlichen Kriterien erfüllt werden.
Die Konkurrenz sei allerdings schwer einzuschätzen, sagt Udo Levold. Eine gute Rolle könnten die Füchse wegen ihres Heimvorteils spielen, gute Chancen räumt der Nachwuchsleiter auch Stockelsdorf und Heidmark ein. Die Fortunen um Cheftrainerin Mirka Obst bauen indes auf ihre Stärken als Mannschaft. „Wir müssen wieder als Team auftreten, das hat uns in dieser Saison stark gemacht“, sagt Udo Levold. Gefordert seien dennoch Leistungsträgerinnen wie Torfrau Miriam Schadow, Marlene Steffen, Josefine Nehls oder Sabrina Genilke. Zum Auftakt des zweitägigen Turniers in der Hauptstadt treffen die Fortuna-Mädels morgen Nachmittag auf den BSV Belzig, im Schlussspiel am Sonntag geht es gegen die Berliner Füchse.
An ein Scheitern bei der Bundesliga-Qualifikation denkt bei den Neubrandenburgern zwar niemand, aber angesichts der unbekannten Konkurrenz ist es jederzeit möglich. „Wenn wir das nicht schaffen sollten, wäre es schon enttäuschend“, räumt Udo Levold ein. Denn Fortuna Neubrandenburg in der A-Jugend-Bundesliga – das würde den Leistungsstützpunkt Handball in der Viertorestadt gehörig aufwerten, sagt Levold: „Für viele Mädchen wäre die Bundesliga zusätzliche Motivation.“

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×