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Aus nach 5119 Tagen: Ära Schaaf an der Weser beendet

Thomas Schaaf muss sich nun nicht länger die spärlichen Haare raufen. Seit gestern ist der 52-Jährige nicht mehr Trainer von Fußball-Bundesligist Werder Bremen und wird beim letzten Saisonspiel schon nicht mehr auf der Bank sitzen. [KT_CREDIT] FOTO: Carmen Jaspersen
Thomas Schaaf muss sich nun nicht länger die spärlichen Haare raufen. Seit gestern ist der 52-Jährige nicht mehr Trainer von Fußball-Bundesligist Werder Bremen und wird beim letzten Saisonspiel schon nicht mehr auf der Bank sitzen. [KT_CREDIT] FOTO: Carmen Jaspersen

VonJürgen Zelustek

Die Zeit von Thomas Schaaf als Trainer bei Fußball-Bundesligist
Werder Bremen ist nach
14 Jahren vorbei. Der Klub einigte sich mit dem 52-Jährigen auf einen vorzeitigen Abschied.

Bremen.Schluss, aus und vorbei: Die einzigartige Ära von Thomas Schaaf als Cheftrainer bei Fußball-Bundesligist SV Werder Bremen ist nach 14 Jahren mit einem Paukenschlag beendet worden. Nach Klub-Informationen verlief das Ende der Zusammenarbeit nach einer turbulenten Saison einvernehmlich. „Ich hatte hier eine außergewöhnliche Zeit, verbunden mit vielen positiven Erlebnissen und großen Erfolgen. Ich möchte mich bei allen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben, bedanken. Ich wünsche Werder Bremen eine erfolgreiche Zukunft“, lauteten die Abschiedsworte von Schaaf, der wettbewerbsübergreifend 644 mal auf der Werder-Bank saß. Auf der Werder-Homepage verabschiedete sich Schaaf gestern per Video auch mit bewegenden Worten von den Fans, die vor allem in den vergangenen drei Spielen ein „wunderschönes Gesicht“ gezeigt hätten, das sie auch in Zukunft beibehalten sollen.
Der 52-Jährige, seit 1972 im Verein, wird auf eigenen Wunsch nicht mehr im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg auf der Bank sitzen. Die Betreuung der Mannschaft in den letzten beiden Wochen der Saison übernehmen Schaafs bisherige Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach. Schaaf, dessen Karriere als Chefcoach an der Weser 5119 Tage dauerte und damit nur unwesentlich kürzer als die von Werders Trainer-Dino Otto Rehhagel (5202) war, hat sich am gestrigen Morgen von den Spielern und seinen Trainerkollegen verabschiedet und seinen Arbeitsplatz verlassen.
Als Nachfolger wurden Mehmet Scholl und Holger Stanislawski (1. FC Köln), die beide allerdings bereits abgesagt haben sollen, Stefan Effenberg, Bernd Schuster, Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf), Ralph Hasenhüttl (VfR Aalen) und sogar Felix Magath gehandelt. Werders neuer Sportdirektor Thomas Eichin hielt sich auf einer Pressekonferenz zur Trainerfrage bedeckt, sagte aber immerhin: „Es wird ein Trainer von außen kommen, einer, der hier nicht jeden Stein kennt.“ Man wolle sich bei der Suche zwar die nötige Zeit nehmen, der neue Coach solle aber in die Personalplanung für die neue Spielzeit mit einbezogen werden.
Das Ende der Ära Schaaf hatte sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Werder konnte am vergangenen Wochenende durch ein 1:1 gegen Eintracht Frankfurt den Klassenerhalt perfekt machen. „Wir haben in den vergangenen Tagen unsere sportliche Entwicklung analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir einen Neuanfang wagen wollen. Mit Schaaf konnte der Verein herausragende sportliche Erfolge feiern, er hat Werder geprägt“, sagte Eichin.
Mit Schaaf habe man am Montag und gestern in guter Atmosphäre gesprochen, anschließend dem Wunsch des Trainers entsprochen, der am Sonnabend nicht mehr auf der Bank sitzen wollte. „Das war kein Rücktritt, aber auch kein Tribunal, sondern eine gemeinsame Entscheidung“, betonte Eichin, der ankündigte, dass man „werder-like“ eine „harmonische und vernünftige“ Vertragsauflösung herbeiführen wolle.

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