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Bundesliga-Stars in Stavenhagen

Frankfurts Anne Jochin (am Ball, im Spiel gegen den HC Leipzig) ist am Sonntag in Stavenhagen zu sehen. [KT_CREDIT] FOTO: Thomas Krause
Frankfurts Anne Jochin (am Ball, im Spiel gegen den HC Leipzig) ist am Sonntag in Stavenhagen zu sehen. [KT_CREDIT] FOTO: Thomas Krause

VonFlorian Ferber

Der Juni steht in Stavenhagen ganz im Zeichen des Jubiläums „150 Jahre Sport“. Ein Highlight gibt es am kommenden Sonntag zu sehen: Die Bundesliga-Frauen des Frankfurter HC nehmen es mit den Frauen und Männern des Stavenhagener SV auf.

Stavenhagen.Zum Jubiläum „150 Jahre Sport in Stavenhagen“ haben sich die MV-Liga-Handballer und -Handballerinnen des Stavenhagener SV hochkarätige Gäste eingeladen. Die Bundesliga-Damen des Frankfurter HC werden sich am kommenden Sonntag der geballten Handball-Power des SSV stellen und
die Zweifelderhalle nach Wunsch der Initiatoren in ein lautstarkes Tollhaus verwandeln.
Oliver Wickel, Stand-by-Spieler bei den Männern und Trainer der Damen des Stavenhagener SV, gehört zum Team, das den Handball-Knüller auf die Beine gestellt hat. „Die Idee mit Frankfurt ist mit einem Bekannten unseres Bürgermeisters und von Detlef Breu, früher Coach von Kickers JuS, zustande gekommen“, erklärt Wickel, der einst auch beim HSV Peenetal Loitz auf der Platte stand und heute noch gute Kontakte dorthin pflegt.
Apropos Loitz. Dort gaben die FHC-Spielerinnen im vergangenen Jahr vor 450 euphorischen Zuschauern bei einer Freundschaftspartie bereits eine Kostprobe ihres Könnens gegen die HSV-Männer ab. Der Gastgeber gewann damals 38:31 und Tribünengast Oliver Wickel kam über den „kurzen Draht“ live vor Ort ins Gespräch.

Bekannte Gesichter: Anne Jochin und Anne Weier
Um dem mit Nationalspielerinnen bestückten Profi-Team, das mit der ersten Garde – darunter die frühere Spielmacherin desSV Fortuna 50 Neubrandenburg Anne Jochin – und hoffnungsvollen Nachwuchskräften wie
Anne Weier (früher HSV Peenetal Loitz) antritt, über die vollen 60 Minuten Paroli bieten zu können, mobilisieren die Gastgeber beide Geschlechter. „In der ersten Halbzeit laufen unsere Frauen auf, in der zweiten Hälfte unsere Männer. Würden nur die Frauen spielen, wäre der Leistungsunterschied sicher zu groß und die Partie würde langweilig. Trotzdem wollen wir Spaß haben und so lange wie möglich mithalten“, sagt Oliver Wickel.
Gleichzeitig sieht der
34-Jährige das Handball-Highlight auch als Belohnung für sein Team, das als Aufsteiger auf Anhieb Platz vier in der MV-Liga belegte und bis ins Landespokal-Finale vorstieß. Für die Begegnung am Sonntag habe man extra die Trainingspause unterbrochen.
Aber auch für die SSV-Männer von Trainer Jörg Dombdera, die die MV-Liga als Dritter abschlossen, dürfte das Kräftemessen mit dem Frankfurter HC ein Karriere-Höhepunkt werden. Und sie können immerhin ihre physischen Vorteile mit ins Spiel bringen – Körperkontakt inklusive. „Ich glaube, sie verlieren schnell die Scheu und werden zupacken, wenn es nötig ist. Der Ehrgeiz, wenn Männer gegen Frauen spielen, ist groß“, so Wickel.
Doch egal, wie das Duell am Sonntag ausgeht, die Reuterstadt macht ihrem Namen als Handball-Hochburg mal wieder alle Ehre. Deshalb hofft nicht nur Oliver Wickel auf eine volle Hütte und eine Menge Rabatz von den Fans auf der frisch eingeweihten Tribüne. Denn „wann sieht man schon mal ein Bundesliga-Team fast vor der eigenen Haustür?“ Anwurf in der Zweifelderhalle ist um
16 Uhr, der Eintritt kostet drei Euro. Nach dem Spiel ist eine Autogrammstunde mit den FHC-Stars geplant.

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