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Dank Haferschleim ins Ziel

VonMarian-Bernd Pries

Die Fraktion der Mecklenburger Schweiz schlägt sich wacker beim Rennsteiglauf in Thüringen. Auf der „Königsdistanz“ sind Nils-Steffen Utke und Peter Dammann vom Laufsportverein Teterow über fast 73 Kilometer unterwegs.

Teterow/Eisenach.Unter den rund 14000 Teilnehmern am 41. GuthsMuths-Rennsteiglauf durch den Thüringer Wald befanden sich auch wieder zahlreiche Sportler aus der Mecklenburger Schweiz. Besonders gut vorbereitet waren die beiden Teterower Nils-Steffen Utke und Peter Dammann (der Nordkurier berichtete). Die beiden Vertreter des Laufsportvereins der Bergringstadt hatten sich wieder die „Königsdistanz“, also den langen Kanten über knapp 73 Kilometer als ihre Herausforderung ausgesucht. So standen sie morgens um 6 Uhr mit über 2000 Gleichgesinnten am Start auf dem Eisenacher Marktplatz, um sich mit dem Rennsteiglied auf den besonderen Tag einzustimmen. Doch die Supermarathonstrecke ist nicht nur wegen der 73 Kilometer beeindruckend. Der Rennsteig ist eben auch ein Höhenweg, und da wird zwischen Inselsberg (916 m) und Großem Beerberg (983 m) kein Anstieg ausgelassen. Insgesamt sind 1500 Höhenmeter zu bewältigen.
Die gute Vorbereitung sollte sich für die beiden Teterower auszahlen. Peter Dammann, der als 682. Läufer ins Ziel kam, verbesserte sich gegenüber seiner bisherigen Bestzeit um fast eine halbe Stunde auf 8 Stunden,
14 Minuten und 45 Sekunden. Er belegte damit in seiner Altersklasse M 50 den 125. Platz.
Der jüngere Nils-Steffen Utke war sogar schon nach 7:29:26 Stunden auf der Zielwiese und belegte damit Rang 294 in der Gesamtwertung, in seiner Altersklasse M 40 kam er als 59. ein. Nach dem besonderen Antrieb befragt, wie man eine solche Anstrengung überstehen kann, antworteten beide: „Die einmalige Atmosphäre am Rennsteig mit dem herzlichen Thüringer Publikum und der tollen Verpflegung – ganz besonders mit dem berühmt-beliebten Haferschleim, der am Rennsteig die Wende überlebt hat – machen das neben einer ordentlichen Vorbereitung möglich.“
Nicht anders wird es dem Groß Wokerner Ehepaar Hall ergangen sein, das die Strecke auch als Paar absolvierte. Roswitha Hall war nach 9:50:41 Stunden im Ziel, damit die 245-schnellste Frau und belegte in ihrer Altersklasse W 55 einen tollen
8. Platz. Ehemann Peter, der seiner Frau natürlich im Ziel um eine Sekunde den Vorrang gelassen hatte, kam als 1475. des Gesamtfeldes und 156. der M-55-er-Kategorie ein.
Daneben gab es auch Starter der Region, die es mit der Halbmarathonstrecke bewenden ließen. Die hat es insbesondere mit dem neuen Startplatz auf der Tambacher Straße bei Oberhof und dem sofort folgenden steilen Anstieg auch in sich. Volker Schüler aus Schorssow war hier nach 2:11:04 Stunden im Ziel (2845. Gesamt/222. M 55). Der nach langer Verletzungspause wieder zu alter Form findende Senior des Teterower Laufsportvereins Dieter Bargel benötigte 2:49:04 Stunden (4149. Gesamt/125. M 65) und dessen Vereinskamerad Frank Scharp kam nur 25 Sekunden später über die Ziellinie. Er belegte die Plätze 4157 (gesamt) und 679 in der M 45.
Während sich zahlreiche Läufer der Region den diesjährigen Rennsteiglauf nicht entgehen ließen, waren auch zwei Läufer in heimischen Gefilden geblieben, die das Wochenende dafür nutzten, weitere Punkte im VR-Laufcup für sich und den LSV Teterow zu sammeln. Bei strömendem Regen absolvierten sie im Güstrower Niklotstadion die 25 Runden ums Oval bei den Landesmeisterschaften im 10000-Meter-Bahnlauf. Stephan Mumme kam als
12. seiner Altersklasse M 50 nach 46:41,4 Minuten über die Ziellinie.
In der nächsthöheren Kategorie der über 55-Jährigen benötigte Manfred Schmitus mit 46:47, 8 Minuten nur gut sechs Sekunden mehr und belegte damit einen sehr guten sechsten Platz in seiner Klasse.

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