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Degenkolb steigt aus

Köln/Cordenons.John Degenkolb verabschiedete sich mit Handschlag von seinen Mannschaftskollegen, dann war der 96. Giro d’Italia für den deutschen Sprinter gelaufen. Am ersten Ruhetag der knapp dreiwöchigen Rundfahrt hat der Debütant und Etappensieger seine Teilnahme vorzeitig beendet. Die Alpen, die seit gestern die Radprofis mit ihren schier endlosen Serpentinen quälen, bestaunte der 24-Jährige ganz entspannt auf der Heimreise. „Ich muss meinen Stolz herunterschlucken und tun, was das Beste für meinen Körper ist. Ich bin stolz, dass ich dieses wundervolle Rennen mit einem Etappensieg verlasse. Ich werde wiederkommen“, teilte Degenkolb in einer Erklärung mit.
Neun Tage lang hatte sich der WM-Vierte bei oft miserablem Wetter über Italiens Straßen gekämpft. Auf dem fünften Teilstück verausgabte sich Degenkolb „bis mir schwarz vor Augen war“, der Lohn war sein erster Giro-Tageserfolg. Völlig ausgelaugt war Degenkolb nach der Zieldurchfahrt in Matera zu Boden gegangen und hatte sich nur langsam von der Anstrengung erholt. Einen ganz ähnlichen körperlichen Zustand hätte ihm wohl auch im Hochgebirge gedroht. „Vor dem Start habe ich gesagt, dass ich jedes Rennen, speziell den Giro, beenden will. Aber nicht um jeden Preis“, sagte Degenkolb.Die erste Alpenetappe des 96. Giro indes gewann gestern nach 167 Kilometern der Kolumbianer Rigoberto Uran aus der Bradley-Wiggins-Mannschaft Sky.

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