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Derby-Diskussionen um Mirower Elfmeter

Die Neustrelitzer Chris Schiller (links) und Jan Proetel (rechts) im Kampf um den Ball mit Steve Boehnke vom FSV Mirow/Rechlin.
Die Neustrelitzer Chris Schiller (links) und Jan Proetel (rechts) im Kampf um den Ball mit Steve Boehnke vom FSV Mirow/Rechlin.

VonMatthias Schütt

Fußball-Landesligist
FSV Mirow/Rechlin kommt
zu einem 1:1-Remis gegen
die TSG Neustrelitz II.
Gäste-Coach Schröder ärgert sich, Gastgeber- Trainer Kittendorf freut sich.

Mirow.Keinen Sieger gab es im Derby der Fußball-Landesliga Ost zwischen dem FSV Mirow/Rechlin und der TSG Neustrelitz. Die Teams trennten sich mit einem 1:1 (0:0)-Remis.
Nachdem TSG-II-Stürmer Dennis Kroh seine Elf in der 55. Minute mit 1:0 in Front geschossen hatte, glich Sascha Schneeweiß 13 Minuten vor Spielende per Foulelfmeter für den FSV zum 1:1 aus. Rund um diesen Elfmeter gab es jede Menge Gesprächsstoff nach der Partie, die Entscheidung von Schiedsrichter Steven Berger war umstritten. „Im Prinzip sind wir um den Lohn dieser Woche gebracht worden“, ärgerte sich TSG-II-Coach André Schröder.
Nach drei Siegen in Folge gab es nun ein Remis für die Neustrelitzer. Die Hausherren konnten dagegen nach drei Pleiten endlich wieder punkten. „Am Ende ein gerechtes Unentschieden. Meine Mannschaft hat taktisch ihre Aufgaben sehr gut erfüllt“, freute sich FSV-Coach Joachim Kittendorf, der im vierten Heimversuch im Derby mit seiner Truppe das erste Mal einen Zähler ergattern konnte.
Von Beginn an ließen die Gäste aus Neustrelitz den Ball gut laufen, konnten sich aber gegen kompakt stehende Mirow/Rechliner kaum Chancen erspielen. Vor allem Schüsse aus der zweiten Reihe prägten die Offensivbemühungen der Gäste in der Anfangsphase. Doch sowohl Toni Schulz (9. Minute) als auch Chris Schiller (16.) und Norman Richter (18.) verfehlten den Kasten. Einen ruhigen Nachmittag in Halbzeit eins hatte TSG-II-Keeper Roman Wulff, der kaum eingreifen musste. Beim Stand von 0:0 ging es in die Kabinen.
Nach der Pause dauerte es nur zehn Minuten, und es klingelte im Tor des FSV. Einen Schuss von TSG-II-Stürmer Norman Richter konnte Gastgeber-Keeper Danny Jachtner noch parieren, er war aber beim Nachschuss von Dennis Kroh machtlos.
In der Folgezeit erspielten sich die Neustrelitzer weitere Tormöglichkeiten, waren aber beim Abschluss zu unkonzentriert oder wurden vom Unparteiischen zurückgepfiffen.
Die FSV-Kicker glaubten fest an ihre Chance. Und: Nach einer Aktion von Chris Schiller im eigenen Strafraum gab Schiri Berger diskussionswürdig Elfmeter. Den verwandelte dann Sascha Schneeweiß zum 1:1-Endstand. „Das war ein Punkt des Kampfes für uns“, sagte Schneeweiß, der keine Nerven gezeigt und halbhoch getroffen hatte.
Die Neustrelitzer bemühten sich zwar um einen weiteren Treffer, konnten sich aber keine Chancen erarbeiten. Stattdessen hatten Sekunden vor Ultimo die Hausherren sogar die Gelegenheit zum Siegtreffer. Einen Freistoß von Kevin Krokotsch konnte TSG-II-Keeper Wulff gerade so entschärfen. Somit mussten sich am Ende beide Mannschaften mit je einem Punkt begnügen.
Während die Mirow/Rechliner am nächsten Spieltag zum souveränen Spitzenreiter TSV Friedland reisen müssen, erwarten die Neustrelitzer den Tabellenvierten Einheit Ueckermünde.
FSV Mirow/Rech.: Jachtner - Tobien, Burchert, Krokotsch, Dobberstein (89. Tauchmann) - Lindner, Fentzahn, Schneeweiß, F. Liedtke - S. Boehnke - Büttner (65. Bednarz).
TSG Neustrelitz II: Wulff - Schiller, Thiedig, B. Schulz,
R. Rübling - Proetel, T. Schulz - Gerasch (67. Kurzweil), Richter, Runge - Kroh (73. Pufahl).

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