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Die Alten Herren aus Anklam gewinnen (fast)

Das Spiel der DDR-Legenden lockte trotz des miesen Wetters über 830 Zuschauer ins Anklamer Stadion, und sie wurden belohnt. Sie sahen ein Spiel, bei dem beide Teams klar machten: Wir sind zwar in die Jahre gekommen, aber wir können immer noch Fußball.
Das Spiel der DDR-Legenden lockte trotz des miesen Wetters über 830 Zuschauer ins Anklamer Stadion, und sie wurden belohnt. Sie sahen ein Spiel, bei dem beide Teams klar machten: Wir sind zwar in die Jahre gekommen, aber wir können immer noch Fußball.

VonVeronika Müller

Es war ein Fußballspiel, das die Anklamer wohl so schnell nicht vergessen werden: Die DDR-Legenden zauberten auf dem Rasen und verzauberten das Publikum. Am Ende mussten sich die Anklamer Oldies zwar mit 5:3 geschlagen geben, aber das war nur „Nebensache“.

Anklam.Es war ein Spiel, das gute Laune machte – bei Kickern und Zuschauern gleichermaßen. Auf dem Rasen zauberten die einstigen Größen des Fußballs als hätten sie in all den Jahren nichts anderes gemacht. Klar, die Knochen sind ein wenig müde geworden, doch der Zauber, den diese Oldies auf dem Rasen ausstrahlen, ist geblieben. Dem konnten sich auch die über 830 „zahlenden“ Fans, die sich ins Anklamer Fußball-Stadion trotz des miesen Wetters eingefunden hatten, nicht entziehen. Und die Jungs enttäuschten nicht – auf beiden Seiten.
Gleich dreimal ließ Stürmer Bernd Wunderlich (Hansa Rostock) es im Kasten von VFC-Keeper Peter Rost klingeln. Wolfgang Seguin (1. FC Magdeburg) stand dem mit einem Doppelschlag kaum nach. Aber auch Dieter Schneider (Hansa Rostock), der das Tor der Gäste hütete, musste dreimal den Ball aus dem Netz fischen. Roland Keil und Lothar Rieger (2) zeigten, dass auch die Anklamer das Toreschießen nicht verlernt haben. Am Ende zeigte die Anzeigetafel ein respektables 5:3 für die DDR-Legenden.
Ein Ergebnis, mit dem die Gastgeber durchaus leben konnten, auch wenn Trainer Egon Jeske ein ganz klein wenig mit seinen Jungs haderte: „In der Anfangsphase haben wir einige gute Chancen nicht genutzt und zum Ende hin den anderen zu billigen Toren verholfen.“ Sein Kollege Manfred Zapf (1. FC Magdeburg) winkte ab. „Es war ein schönes Spiel. Und Tore gehören nun einmal zum Fußball dazu. Einer muss ja schließlich gewinnen.“
Gewonnen haben wohl alle, die sich diese Fußball-Party nicht haben entgehen lassen. „Für Anklam eine ganz tolle Sache. Glückwunsch an den VFC, der das so wunderbar organisiert hat“, sagte Bürgermeister Michael Galander. Die Gäste gingen zufrieden nach Hause, viele von ihnen aber nicht, ohne sich noch schnell das ein oder andere Autogramm geholt zu haben.

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