Drei Oberliga-Teams am Scheideweg: Sekt oder Selters

Von Mitarbeitern
des Nordkurier

Abstiegskampf pur: Der Malchower SV, der
1. FC Neubrandenburg und Waren 09 brauchen am kommenden Wochenende dringend Erfolge.

Neubrandenburg.Der Winter hat die Fußball-Oberliga-Tabelle zwar etwas schief aussehen lassen. Dennoch – ob die Konkurrenz nun ein Spiel mehr oder weniger hat – für Malchow, Neubrandenburg und Waren ist die Luft im Abstiegskampf dünn. Der kommende Spieltag bietet allen diesen Mannschaften die Chance, Boden gut zu machen. Er könnte aber auch die Weichen in eine andere Richtung stellen. Also: Sekt oder Selters – drei Teams am Scheideweg.
Malchower SV:Die Inselstädter (19 Spiele, 21 Punkte, Platz 12) sind die Gewinner der letzten Wochen, haben richtig Hoffnung geschöpft und die direkten Abstiegsränge verlassen. Im Nachholspiel am Mittwoch buchten sie einen äußerst wichtigen „Dreier“ beim LFC Berlin. Die Tore von Guido Timper und Alexander Fogel sollten etwas Ruhe ins Umfeld bringen. MSV-Auftrag im Spiel morgen bei Tabellen-Schlusslicht Anker Wismar (Anstoß 14 Uhr): nachfassen. Mit einem weiteren Sieg könnten die Schützlinge von Trainer Sven Lange einen Riesensatz ins „sichere“ Mittelfeld machen. Allerdings: Für Wismar ist es das Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Timo Lange. Der bisherige Nachwuchschef Christiano Dinalo Adigo hat bei Anker übernommen. Ob das Kräfte freisetzt?
1. FC Neubrandenburg:Die Luft bei den Viertorestädtern (18 Spiele, 17 Punkte, Abstiegsrang 14), die mit ganz anderen Ambitionen in die Saison gestartet waren, wird langsam dünn und auch die aktuellen Meldungen verheißen nicht viel Gutes. Trainer Jürgen Bogs, der seine Grippe überwunden hat, gehen vor der Heimpartie gegen den Tabellenzweiten Lichtenberg morgen (Anstoß 14 Uhr) die Spieler aus: „Zurzeit kann ich auf elf Akteure bauen. Das wird alles andere als leicht.“
Paradies, Pittwehn und Kühl fallen wohl definitiv aus. Bei Michael Gaede, der nach Nasenbeinbruch langsam angefangen hat zu trainieren, muss Bogs abwarten. Der erfahren Trainer hat mit Skepsis die Punktgewinne der Konkurrenz beobachtet. „Wir stehen jetzt unter dem Strich, da geht es ans Eingemachte.“ Bogs will dennoch auch gegen Lichtenberg keinen Pessimismus aufkommen lassen: „Wir haben gegen Viktoria und auch in Malchow gesehen, dass wir mithalten können. Durch Undiszipliniertheiten und individuelle Fehler haben wir uns um den Lohn gebracht. Genau diese Schludrigkeiten müssen wir abstellen.“ Die Konkurrenz sei nicht so weit weg, dass man es nicht noch schaffen kann. Gegen Lichtenberg zähle daher aber nur der Erfolg, sagt Bogs.
Waren 09:Der Liganeuling von der Müritz (18 Spiele, 14 Punkte, Abstiegsrang 15) war schon richtig weg vom Fenster. hat sich aber nach der Winterpause zurückgemeldet. Die jüngste 1:6-Pleite bei Hansa II ist abgehakt. Am Sonntag (Anstoß 14 Uhr) zählt nur ein voller Erfolg gegen den LFC Berlin. Das Warener Trainergespann Jens Dowe und Martin Pieckenhagen kann wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen, denn Petrit Baliu fehlte nach seiner Gelb-Roten Karte vor einer Woche gegen den FC Hansa II und kann wieder spielen. Die Berliner haben am Mittwoch im Spiel gegen Malchow einen Spieler durch eine Rote Karte und die Partie verloren. Aber Vorsicht: „angeschlagene Boxer“ sind gefährlich! Das Hinspiel beim LFC hatte Waren mit 3:5 verloren.

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