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Erfolgreiche Notlandung: Aue kämpft jetzt um sein Idol

Mit Kapitänsmütze: Auer Fans bejubeln nach Spielende den Siegtorschützen zum 1:0, Jan Hochscheidt (M). [KT_CREDIT] FOTO: Uli Deck
Mit Kapitänsmütze: Auer Fans bejubeln nach Spielende den Siegtorschützen zum 1:0, Jan Hochscheidt (M). [KT_CREDIT] FOTO: Uli Deck

VonTina Hofmann

Das Team aus dem Erzgebirge feiert den Klassenverbleib auf Mallorca. Die Veilchen schicken Dynamo Dresden in die Relegation.

Aue.Die Glücklichen starten in den Urlaub, die Unglücklichen schwitzen beim Extra-Training: Während die Spieler des FC Erzgebirge Aue ihren Verbleib in der 2. Bundesliga bis Mitte Juni ohne Fußball genießen, rüsten sich die Kicker der SG Dynamo Dresden für die Relegation gegen den VfL Osnabrück. Denn der sehenswerte 3:1 (0:0)-Erfolg gegen Wacker Burghausen reichte nicht mehr für Platz 15, weil Aue diesen Rang durch ein glückliches 1:0 (0:0) beim SV Sandhausen verteidigte. „Ich habe ihr ein Kompliment für die Leistung ausgesprochen und gesagt, dass wir nun eben ein paar Tage länger trainieren müssen. Wir werden uns in aller Ruhe vorbereiten“, gab Dresdens Trainer Peter Pacult seine Ansprache an die Mannschaft wieder.
Die Auer starteten hingegen noch auf der Rückfahrt von Sandhausen ihre Fete, mussten aber am Montag noch einmal Fitness beweisen. Denn kurzfristig hatte Trainer Falko Götz ein lockeres Training angesetzt, das mit zwei Mannschaftsfotos vor der Tribüne garniert wurde. Im Mittelpunkt der Auer Spaßgesellschaft stand Jan Hochscheidt. Der Mittelfeldspieler köpfte nach seiner wundersamen Heilung nach einem Muskelfaserriss vor zwei Wochen in der 79. Minute das Goldene Tor. Mit zehn Saisontoren war der 25-Jährige ein Garant für die Rettung. „Er ist der beste Mann der Saison“, sagte Kapitän René Klingbeil. Unterdessen hat das Tauziehen um den besten Spieler der „Veilchen“ begonnen. Hochscheidt besitzt noch einen Vertrag bis Ende Juni 2014, wird aber von mindestens zwei Erstligisten umworben. In seinem Kontrakt ist eine Ausstiegsklausel bei Zahlung einer Ablösesummer von rund einer halben Million Euro verankert. Dennoch will der Club um ihn kämpfen. „Er ist unser Idol im Erzgebirge. Wir werden alles daran setzen, um ihn zu halten“, erklärte Vize-Präsident Jens Stopp.

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