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FCN landet ganz wichtigen Sieg im Abstiegskampf

VonHans-Joachim Biermann

Trainer Jürgen Bogs mit Sonderlob für Innenverteidiger-Duo der Neubrandenburger.

Altglienicke.Nicht nur Lob vom gegnerischen Trainer eingeheimst sondern auch drei Punkte auf dem Konto – im Gegensatz zu vielen anderen Partien konnte FCN-Coach Jürgen Bogs bei der Pressekonferenz in Altglienicke die Anerkennung des Kontrahenten für die Spielweise seiner Elf genießen – stand doch ein 3:2 (2:1)-Auswärtserfolg auf der Habenseite. Der Sieg der Gäste war verdient, auch wenn es beim Stande von 3:1 in den letzten Minuten noch einmal eng für sie wurde. Zum einen weil ein Elfmeter in der 90. Minute die VSG auf 2:3 heranbrachte und zum anderen der Schiedsrichter eine üppige Nachspielzeit einräumte. Aber vor allem auch, weil die Gäste selbst zuvor einige dicke Konter vergeigt hatten.
Doch bis auf diese Dramatik in den Schlussminuten und eine überfallartige Anfangsphase der VSG hatten die Neubrandenburger die Partie auf dem Mini-Kunstrasenplatz ziemlich im Griff.
Bogs heftige personelle Sorgen im Vorfeld des Spiels hatten sich etwas gemildert, weil die lädierte Wade von Clemens Hantke hielt. Gemeinsam mit dem wieder fehlerfreien Tom Buschke bildete er ein starkes Innenverteidiger-Duo, das sich denn auch ein Extra-Lob vom Trainer verdiente. Er attestierte zugleich der gesamten Mannschaft hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft. Bogs räumte noch ein: „Spielerisch haben wir Luft nach oben.“ Was dem erfahrenen Fußball-Lehrer als ein Ideal vorschwebt, dafür lieferte das zweite Tor zur 2:1-Führung ein Beispiel; Balleroberung, schnelles Spiel über den Flügel, präzise Flanke und Vollendung durch die aufgerückten Mitspieler, in diesem Fall Michael Gaede, der aus acht Metern den Ball mit der Innenseite flach ins rechte Eck plazierte. Beim 1:0 nach knapp 20 Minuten nutzte Daniel Nawotke einen Fehler in der VSG-Abwehr, umkurvte noch den Keeper und schob die Kugel ins Netz. Das Tor zum 3:1 kurz nach der Halbzeitpause schien nach einer Schablone aus dem Wismarspiel gefertigt: Ecke von Martin Lukaschik auf den kurzen Pfosten, Kopfball Christoph Fischer.
Mit diesem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken, ließen die Neubrandenburger dann kaum noch etwas anbrennen, zumal auch Torhüter Dominik Sobanski bei den vielen hohen Eingaben, Ecken und Einwürfen auf der Hut war. Die Zitterminuten nach dem Foulelfmeter hätte man sich ersparen können, wenn eine der zahlreichen Konterchancen genutzt worden wäre.
1. FCN 04: Sobanski – Kowal
(83. Bollow), Hantke, Buschke, Träger – Paradies, Ch. Fischer – Nawotke, D. Fischer – Gaede (72. Peter) – Lukaschik

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