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Fete in Friedland nach Fernfinale – Aufstieg

VonEckard Berndt

Der TSV 1814 feiert vor einer Rekordkulisse
den Einzug in die höchste Fußball-Spielklasse des Landes. Per Kantersieg macht die Dahms-Elf den großen Saisonerfolg klar.

Friedland.15.51 Uhr – der große Jubel brach aus: Der TSV Friedland 1814 machte am Sonntag vor der Rekordkulisse von 464 begeisterten Fans den Traum von der Verbandsliga wahr. Das Team von Trainer Heinz Dahms packte den Aufstieg und wird in der kommenden Saison im Fußball-Oberhaus des Landes spielen. In der letzten Begegnung der Landesliga-Ost-Spielzeit bezwang der Spitzenreiter die SG Karlsburg Züssow klar mit 7:0 (1:0).
„Meine junge Mannschaft hat eine Riesensaison gespielt“, lobte Dahms, der Sekunden nach dem Abpfiff eine Bierdusche abbekam. Die Fans applaudierten.
Gegen die Gäste, die sich gegen den Favoriten in den ersten 45 Minuten nicht versteckten und vor dem TSV-Kasten aufkreuzten, hatten die Friedländer erst einmal Schwerstarbeit zu verrichten. Auch die schnelle 1:0-Führung durch eine direkt verwandelte Ecke von Matthias Kroll (4. Minute) sorgte nicht für Ruhe und Sicherheit. Die klaren Möglichkeiten lagen zwar beim Platzherrn (12. Kühn/16. Nasky), aber Abstimmungsfehler und schlechtes Stellungsspiel der Heimmannschaft brachten den Kontrahenten immer wieder in gute Situationen. Da hatten viele der Zuschauer ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, ob die bereitliegenden „Aufstiegshemden“ zum Einsatz kommen würden. Denn parallel machte Verfolger Einheit Ueckermünde gegen den Pasewalker FV Nägel mit Köpfen (5:0).
„Unser Auftritt war erst nach der Pause richtig klasse“, so Dahms. Stimmt. Ein einziger Sturmlauf Richtung Gäste-Gehäuse startete. Alexander Bielesch (57.) baute den Vorsprung auf 2:0 aus. Endgültig wurde den Karlsburgern der Zahn gezogen, als Martin Krüger (76.) zum 3:0 vollendete. Nun war der Gegner „platt“, was der TSV weidlich mit Treffern ausnutzte. Erneut Kroll (76.), David Kühn (77.) mit dem 100. Saisontor für den Verbandsliga-Aufsteiger, Bielesch (86.) und Paul Schulz (87.) sorgten für ausgelassene Partystimmung auf dem Platz.
TSV Friedland 1814: Frank (81. Vogt) - Becker, Hennig (86. Linse), E. Kurzke, Krüger, Kroll, Stiller, Kühn, Nasky, Schmidt (60. P. Schulz), Bielesch.

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