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Für Worldcup drückt Insel kein Auge zu

Die Wettkämpfe während des Worldcup 2012 waren voller Spannung - für die Athleten selbst, aber auch für Teamkollegen und Zuschauer. 2014 wird es in Malchow eine Neuauflage des Sporteigenisses geben.  FOTO/Archiv: Petra Konermann
Die Wettkämpfe während des Worldcup 2012 waren voller Spannung - für die Athleten selbst, aber auch für Teamkollegen und Zuschauer. 2014 wird es in Malchow eine Neuauflage des Sporteigenisses geben. FOTO/Archiv: Petra Konermann

Von unserem Redaktionsmitglied
Petra Konermann

Schon bald wird in Malchow gefochten, und zwar auf höchstem internationalen Niveau. Die Vorbereitungen für die Großveranstaltung laufen bereits.

Malchow.Der Worldcup im Rollstuhlfechten bleibt in Malchow. Wie Bürgermeister Joachim Stein (Grüne) auf Nachfrage gestern bestätigte, wird es 2014 die nächste Sportveranstaltung geben, die er längst als besonderes „Aushängeschild“ bewertet. Und nicht nur das. „Der Fechtworldcup 2012 war die zweitgrößte internationale Sportveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern, die daher eine gute Werbung nicht nur für Malchow und die Müritzregion, sondern auch für unser Land war“, betont Stein. Doch die Veranstaltung im vergangenen Jahr hatte das Organisatoren-Team, das sich auch aus Mitarbeitern des Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport M-V e. V. zusammensetzt, an seine Grenzen geführt. „Wir unterstützen daher den Verband in diesem Jahr mit 15 000 Euro, um die Vorbereitungen personell besser abzusichern“, erklärte Joachim Stein. Neu wird beim Worldcup 2014 sein, dass die Teilnehmerzahl begrenzt wird. In den Jahren zuvor – in Malchow findet die Rollstuhlfecht-Veranstaltung dann zum vierten Mal in Folge statt – wurden alle Meldungen von Sportlern angenommen. „Und das waren dann oftmals sehr viel mehr als bei anderen derartigen Veranstaltungen, weil Malchow so beliebt ist“, weiß Stein. Strenger soll nun auf die Einhaltung der Meldefrist geachtet werden, um Überlastungen vor Ort in Malchow zu vermeiden.
Bei rund 150 Sportlern aus 29 Nationen und von vier Kontinenten hatte der Malchower Fechtworldcup 2012 Eindruck hinterlassen. Denn in Malchow rückten die Sportler nicht nur enger zusammen als in anderen Worldcup-Städten wie Paris oder Montreal. Sie haben wegen des Rahmenprogramms auch viel mehr Kontakt untereinander und zu den Einheimischen. Eine Besonderheit, die es nur beim Malchower World Cup gibt, ist zum Beispiel das gemeinsame Abendessen, das an den drei Wettkampftagen in der „Werleburg“ serviert wird. Darüber hinaus punktet die Kleinstadt mit einem Rahmenprogramm. Das soll es auch 2014 wieder geben, erklärt Stein weiter. Der Malchower Spielmannszug und die Cheerleader-Gruppe sind zum Beispiel ebenso Teil des Konzeptes wie die Mitarbeit der Schüler und Lehrer der Malchower Fleesenseeschule. Dabei sei es wichtig, nicht nur tatkräftige und vor allem unentbehrliche Helfer wie in den Jahren zuvor zu finden, sondern das soziale Lernen sei dabei mindestens ebenso wichtig. „Die Schüler lernen Menschen aus anderen Ländern kennen, erfahren, was es heißt, mit einem Handicap das Leben zu meistern und sogar sportliche Höchstleistungen zu vollbringen. Sie sammeln besondere Erfahrungen“, ist Stein überzeugt.

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p.konermann@nordkurier.de

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