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Fußball brutal: Darguner kassieren späten Ausgleich

VonMaik Werner

Ein 2:0-Vorsprung reicht den Traktor-Kicker aus Dargun nicht, um die Partie in Greifswald zu gewinnen. Die Zuschauer sehen zudem vier Strafstöße.

Dargun/Greifswald.Vier Elfmeter, eine 2:0-Führung der Gäste, Ausgleich für Greifswald in letzter Sekunde: Das Landesliga-Team aus Dargun bekam beim FSV Blau-Weiß Greifswald am 19. Spieltag der Landesliga Ost die ganze Brutalität des Fußballs zu spüren. Denn die Reiter-Truppe bekam in der 90. Minute einen Elfmeter zugesprochen. Traktor-Keeper Krause hielt diesen zunächst, der Nachschuss war drin. Es war der 2:2-(0:1)-Endstand.
Beide Teams leisteten sich viele Ballverluste, Fußball gab es kaum zu sehen. Traktor beschränkte sich zunächst auf die Defensive. In der 17. Minute setzte der Gast dann aber das erste Achtungszeichen. Lewerenz bediente den starteten Binnenböse, der aus spitzem Winkel mit Hilfe eines Greifswalders Verteidiger aber am Pfosten scheiterte. Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit intensiv geführten Zweikämpfen. Nach einem Handspiel im Greifswalder Strafraum bekam Traktor einen Handelfmeter zugesprochen (40.). Lewerenz scheiterte aber an Blau-Weiß Keeper Wesolowski. Doch die darauf folgende Ecke war Ausgangspunkt des nächsten Elfmeters. Diesmal wurde Nennemann von den Beinen geholt. Der Gefoulte nahm sich selbst die Kugel, Wesolowski war erneut dran, diesmal trudelte das Spielgerät ins Tor zum 0:1 (42.).
Der zweite Durchgang begann für die Gäste perfekt. Lewerenz setzte sich nach einem Konter gut auf links durch. Abnehmer Nennemann verfehlte, doch Greifswalds Klaeske nagelte das Leder per Eigentor unter die Latte (48.). Mit dem 2:0 im Rücken lief für die Klosterseestädter alles perfekt. Doch fortan stellten die Gäste das Fußballspielen ein und brachten sich immer wieder durch unnötige Fouls und Reklamieren in Bedrängnis. Greifswald bekam in der 62. Minute einen schmeichelhaften Elfmeter zugesprochen, den Eickfeldt sicher verwandelte. Zehn Minuten vor Schluss hätte Binnenböse für klare Verhältnisse sorgen können, blieb aber alleine vorm Torwart am Rasen hängen. So bekam der Gastgeber noch einmal Oberwasser. In der letzten Minute foulte Geburtstagskind Zimmermann im Strafraum. Schiedsrichter Rauch gab den vierten Elfmeter. Krause hielt den Strafstoß mit dem Gesäß. Das Leder sprang nach vorne, Krause kam mit dem Fuß nicht mehr heran und Hildebrandt staubte zum 2:2 ab.
SV Traktor Dargun: Krause;
Koch, Wortmann, Fanter, Seidel, Marcel Werner, Nennemann (76. Ryl), Binnenböse, Zimmermann, Lewerenz, Kulartz (79. Westphal)

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