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Fußballer wollen den Titel für Max

Anklam.Der Schock und die Trauer sitzen tief. Eine Woche nach dem tödlichen Autounfall ihres Mannschaftskameraden Max ist in den Reihen der Anklamer A-Jugend-Fußballer an Punktspiel-Alltag nicht zu denken. Das für heute angesetzte Landesliga-Spiel bei der SG Karlsburg/Züssow haben die VFC-Verantwortlichen mit Genehmigung des Landesfußballverbandes abgesagt. „Unsere Spieler müssen das Geschehene jetzt erst einmal verarbeiten und zur Ruhe kommen“, macht Nachwuchs-Obmann Ulrich Zimmer deutlich.
Durch einen 5:4-Heimerfolg gegen Spitzenreiter Malchow haben sich die Talente aus der Peenestadt vor acht Tagen aus eigener Kraft zurück auf Meisterschafts-Kurs gebracht. Dieser Erfolg rückte nur wenige Stunden später durch den tragischen Unfall gänzlich in den Hintergrund. „Unser tiefes Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden der Familie von Max. Es gab in den vergangenen Tagen durchaus die Überlegung, dass unsere A-Junioren in dieser Saison nicht mehr antreten werden“, sagt Zimmer. Nach Gesprächen zwischen Verantwortlichen und Spielern ist aber der Entschluss gefallen, dass die Mannschaft ihre letzten drei Saisonspiele bestreiten wird. „Trotz der Tatsache, dass der sportliche Erfolg in diesem Moment völlig unwichtig ist, wollen wir den Staffelsieg. Auch für Max“, sagt Zimmer.
Zwar beträgt ihr Rückstand auf Spitzenreiter Malchow momentan drei Punkte, dennoch haben es die Anklamer selbst in den Händen, da sie im Vergleich zum Tabellenführer ein Spiel in Rückstand sind. Ihre nächste Begegnung bestreiten sie am 1. Juni bei Blau-Weiß Greifswald.sj

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