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Ganz Vorpommern steht in Jarmen auf der Judo-Matte

Da schaute auch der Schlatkower Trainer und Kampfrichter Siegfried Gust genau hin: Fritz Hahnel (Blau-Weiß Jarmen) bei einem seiner zahlreichen Würfe.  FOTO: Stefan Hoeft
Da schaute auch der Schlatkower Trainer und Kampfrichter Siegfried Gust genau hin: Fritz Hahnel (Blau-Weiß Jarmen) bei einem seiner zahlreichen Würfe. FOTO: Stefan Hoeft

Von unserem Redaktionsmitglied
Stefan Hoeft

Vorpommerns Judo- Nachwuchs, unter anderem aus Schlatkow, Wolgast, Ueckermünde und Pasewalk, kämpft beim Turnier in Jarmen um die Medaillen. Es gab aber auch Kritik.

Jarmen.„Es ist zwar schön, wenn die Halle voll ist. Aber ich denke, nächstes Jahr werden wir irgendetwas anders machen müssen“, sagte Thomas Wüstenberg, Leiter der Abteilung Judo des SV Blau-Weiß 21 Jarmen. Denn die sechste Auflage des Peene-Pokal-Turniers brachte den Gastgeber an ihre Grenzen.
Mehr als 250 Judoka aus 17 Vereinen kamen, etwa 100 mehr als im Rekordjahr 2012. Gut 350 Duelle fanden statt, erst gegen 18.30 Uhr waren die letzten Medaillen ausgekämpft. Nicht nur aus Sicht einiger Gäste recht spät, so der Turnier-Chef. Aber so mancher Verein sei mit erheblich mehr Jungen und Mädchen angereist als gedacht.
Andererseits gab es sportliche Qualität wie nie in
der Turniergeschichte, so Wüstenberg. Auch die drei Heimtrainer Marco Lüdemann, Andreas und Cornelia Niebuhr zeigten sich zufrieden, zumal fast alle ihrer Schützlinge auf dem Siegerpodest landeten. So dass der SV Blau-Weiß den Gewinn seines eigenen Wanderpokals nur um zwei Punkte verpasste. Den holte der PSV Rostock.
Für die Gastgeber begann es verheißungsvoll: In der Altersklasse U9 gewann Jessie Lüdemann ihre beiden Kämpfe. Fabian Gorkow setzte sich gegen Marc Böckel (SV Schlatkow) durch. Robin Lemke holte Bronze. Besser machten es die Schlatkower Mädchen Kelda Herdel und Jeraldine Teske mit jeweils Silber.
In der U 11 lief es für die Schützlinge von Trainer Siegfried Gust schlechter: Lenard Beier verpasste das kleine Finale. Ähnlich erging es dem Jarmener Calvin Böhme, der als Debütant alle Duelle verlor. Auch Vereinskamerad Pierre Wagner blieb trotz eines Sieges ohne Medaille. Kevin Schulz ließ sich hingegen nicht beirren, setzte sich gegen alle drei Kontrahenten durch. Ebenso Gold gab es für Julian Hübbe, der unter anderem Simon Venske aus Schlatkow besiegte. Im letzten Fight blieb Hübbe ohne eine Wertung, die Kampfrichter sahen ihn aber vorn. Fritz Hahnel, gerade in die U 11 aufgerückt, dominierte alle Vorkämpfe und im Halbfinale. Im Finale blieb er technisch überlegen, musste zum Schluss allerdings dem Kräfteverschleiß Tribut zollen – Silber.
In der U 13 schickte Schlatkow ein Trio ins Rennen – Robin Bauersfeld, Rubens Herdel, Robby Sobczak. Doch nur Bauersfeld zog ins Halbfinale ein, wo er verlor. Am Ende gab es Bronze. Bronze holte auch die Jarmenerin Tabea Kelm. Besseres sahen die Peenestädter Trainer von ihren drei Haudegen in dieser Altersklasse. Den Anfang machte Julius Hoeft, der schon im zweiten Vorkampf auf Angstgegner und Vorjahresgewinner Jonas Gegner traf. Diesmal bezwang er den Wolgaster vorzeitig und ließ sich
im Finale die Goldmedaille nicht mehr nehmen. Dorthin kämpfte sich Vereinskamerad Leon Lemke ebenfalls
vor. Anfangs noch etwas zurückhaltend, übernahm er schließlich das Zepter und sicherte sich so den umjubelten ersten Platz. Für den Jarmener Hardy Kick indes zerplatzte dieser Traum schon beim zweiten Matten-Auftritt, weil er sich vom späteren Gesamtsieger überraschen ließ. Doch er zeigte Biss und eroberte in dem Zehner-Teilnehmer-Feld noch den dritten Platz.

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