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Gäste schalten schneller und kontern die Victoria-Abwehr zwei Mal aus

Stefan Neumann wirbelte viel, es nutzte aber nichts.[KT_CREDIT] FOTO: B. Bock
Stefan Neumann wirbelte viel, es nutzte aber nichts.[KT_CREDIT] FOTO: B. Bock

VonBurkhard Bock

Am 22. Spieltag der Landesliga Nord unterliegt Victoria Templin dem BSC Rathenow mit 1:2 (0:1) und verliert den Anschluss an das Tabellen-Mittelfeld.

Templin.„Das war nichts“, schimpften die Zuschauer auf dem Weg nach Hause. In der Tat hatte Templin es versäumt, zu punkten. Mit dem BSC Rathenow stellte sich eine Mannschaft im Templiner Stadion vor, die auch keine Bäume ausriss. Die Gäste standen aber von Beginn an diszipliniert in ihren Reihen und verstärkten das Abwehrverhalten. Damit hatten die Templiner Probleme.
Das Spiel der Gastgeber war zu pomadig und oft ohne Bewegung. Bis zur Strafraumgrenze lief es – und dann war Schluss. Der Druck und das Spiel über die Außenbahnen wurde vernachlässigt. Oft kamen die Bälle nicht an und der Regenschauer machte den Rasen sehr nass. Dadurch versprangen die Bälle. Hinzu kam, dass es oft ein ungenaues Zuspiel gab.
Die Gäste machten aus ihrer ersten richtigen Chance ein Tor. Weil Victoria im Angriff ungenau spielte und die Rathenower schneller umschalteten, gerieten die Templiner mit 0:1 in Rückstand (37.). Danach blieb es beim selben Spiel. Die gastgebenden Templiner versuchten viel, hatten aber kein Glück oder blieben einfach in der Abwehrreihe der Gäste hängen. Die Rathenower taten auch nur das Notwendigste, hatten aber kurz vor der Pause noch eine gute Möglichkeit, zu erhöhen. Ein Schuss ging knapp am oberen Toreck vorbei (43.).
In der Halbzeitpause gab es dann wohl die richtigen Worte von Trainer Heiko Stäck. Seine Mannschaft kam mit einer deutlich besseren kämpferischen Einstellung aus der Kabine. Uwe Rakow versuchte es, der Schuss war aber keine Gefahr für den Torwart (49.). Ein Freistoß an der Strafraumgrenze war eine gute Möglichkeit zum Ausgleich. Doch der Schuss von Felix Hoff war zu schwach, um für Gefahr zu sorgen (52.). Dann hatte Matthias Bock freie Schussbahn, konnte aber den Torwart nicht überwinden (58.). Der Ausgleich lag in der Luft. Ein weiterer Angriff über die rechte Außenbahn brachte Gefahr. Rodney Wilson setzte sich bis zur Eckfahne durch. Sein Ball, sicher als Flanke gedacht, landete am hinteren Innenpfosten und sprang ins Spielfeld zurück (66.). Wie versteinert blieben die Templiner stehen.
Das nutzten die Gäste aus, schalteten wieder einmal schneller und trafen zum 0:2. Erneut wurden die Templiner dabei regelrecht überrollt. Das ärgerte den Victoria-Trainer, der mehr Aufmerksamkeit und Bewegung forderte. Er wechselte den jungen Johannes Collin ein. Gleich seinen ersten Ballkontakt nutzte Collin zum 1:2 aus (77.). Alexander Grosch hatte einen Freistoß in den Strafraum gebracht und Collin den Ball ins Tor geköpft. Mehr gelang der Victoriaelf jedoch nicht, weil die Gäste ihren knappen Vorsprung klug verteidigten.
Templin: Markiewicz, Drescher, Neumann, Falk, Ch Bock, Grosch, M Bock, Hoff, Milster (82. Kapischke), Rakow (75. Collin), Rodney Wilson (82. Leupolt).

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