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Geburtstagskind Maik Reichow pariert auch noch den Foulelfmeter

VonOliver Spitza

Am 27. Spieltag der Landesliga Nord bezwingt der FSV Rot-Weiß Prenzlau den 1. FV Stahl Finow mit 4:0 (2:0) und dürfte sich damit den Klassenerhalt gesichert haben.

Prenzlau.Ratloses Kopfschütteln bei den Finowern nach dem Abpfiff. Da war der Tabellenvorletzte ins Uckerstadio gekommen, um mit einem Sieg noch die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, da spielten die Gäste vor allem in der ersten Halbzeit klar überlegen – und mussten mit einer 0:4-Pleite nach Hause fahren. Und die Niederlage hätte noch höher ausfallen können, wenn die Prenzlauer Angreifer in der Schlussphase nicht so eigensinnig gewesen wären.
Stahl übernahm sofort das Zepter, die Prenzlauer Defensive war gefordert. Und Torwart Maik Reichow bekam an seinem Geburtstag (35.) jede Menge Arbeit. Doch mit Glück und Können parierte er die auf dem regennassen Rasen gefährlichen Distanzschüsse von Stahl-Kapitän Alexander Teske (7., 21., 22.).
Dann der erste richtige Angriff der Hausherren über Jerome Schulz über rechts. Der 29-jährige Stürmer zog ab – und der Ball landete zum 1:0 im Netz (23.). Die zweite Prenzlauer Chance brachte das 2:0. Schulz flankte von rechts, Rot-Weiß-Kapitän Stephan Bethke traf per Kopfball (33.). Der bisherige Spielverlauf war damit völlig auf den Kopf gestellt. Finow blieb auch danach die spielbestimmende Mannschaft, doch die besseren Chancen hatte Rot-Weiß. Bethke passte auf den starken Schulz, dessen Schuss noch zur Ecke abgelenkt wurde (36.). Und kurz vor dem Pausenpfiff hätte Michael Kraft alles klar machen können. Nach Freistoß von links kam der aufgerückte Verteidiger am langen Pfosten an den Ball, schob aber das Leder aus Nahdistanz am Stahl-Tor vorbei (45.).
Nach dem Wechsel dann ausgeglichenes Spiel. Bethke stürmte allein auf das Tor zu, schlug einen Haken zu viel und wurde noch abgedrängt (56.). Auf der Gegenseite traf Falko Schmalz nur den Außenpfosten (57.). Finow drängte auf den Anschlusstreffer. Silvio Ulrich musste auf der Torlinie für seinen bereits geschlagenen Keeper retten (62.), einen 18m-Freistoß hämmerte Kenny Fischer in die Prenzlauer Mauer (63.).
Dann ließ sich der eigentlich angeschlagene Johannes Persecke einwechseln (65.). Zuerst scheiterte der 25-jährige Stürmer im Konter noch am Gästekeeper Enrico Jürgens (66.), doch nach einem krassen Abwehrfehler stürmte Persecke allein durch und traf zum 3:0 (72.).
Zwei Minuten später sah der schwache Schiedsrichter Welke (Rehfelde) ein angebliches Foul im Prenzlauer Strafraum und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Doch den zu unplatziert getretenen Strafstoß von Schmalz parierte Geburtstagskind Maik Reichow großartig und zog den Gästen damit auch den letzten Nerv.
Obwohl sie nicht aufgaben und weiter anrannten, sich dadurch aber viel Platz für Konter bot. Bethke schoss aus 12 Metern knapp über das Stahl-Gehäuse (77.). Dann wieder ein Konter über rechts. Persecke passte überlegt und flach von der Grundlinie nach Innen und Bethke verwandelte die Vorlage zum 4:0 (79.). Damit war die Sache entschieden und Persecke konnte sich nach seinem 17-Minuten-Auftritt wieder auswechseln lassen.
Die Gäste wollten sich immer noch nicht mit der Niederlage abfinden, doch Reichow war immer wieder mit Faust und Fuß zur Stelle. Bethke konterte, scheiterte aber am Torwart, weil er zu eigensinnig spielte und nicht quer legte (87.). Und in der Schlussminute stürmte Hardy Egbert allein auf Reichow zu – doch der Keeper blieb auch in dieser Situation Sieger. Damit dürfte wohl der Klassenerhalt geschafft sein.
Rot-Weiß mit: Reichow, Kraft, Ulrich, Wilski, Bucher, Leege, Warncke (ab 65. Persecke/ab 82. Schröder), Böge, Schulz, Urbanowicz (ab 57. Gerasimov), Bethke.

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