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Gleitschirm-Pilot schafft Langstrecke

Vielist.„Eine der schönsten Landschaften, über die ich je geflogen bin – eine Schwimmweste wäre günstig.“ Sepp Gschwender, ein Pilot vom Tegernsee und ein Urgestein in der deutschen Gleitschirmszene, kommentierte mit diesen Worten seinen 88,5 Kilometer-Flug, den er von Vielist aus startete.
Vom Flugplatz aus überflog Gschwender Kargow, Ankershagen und Neustrelitz. Die großen Buchenwälder um Carpin musste er mangels geeigneter Landeplätze umfliegen, dafür konnte der Gleitschirmflieger in der Feldberger Seenlandschaft zwei Thermik-„Bärte“ bis 1800 Meter Höhe auskurbeln, um nach fast vier Stunden im brandenburgischen Gerswalde zu landen. Sein Frau holte ihn mit dem Auto zurück, weil sie noch ein paar Tage an der Müritz bleiben wollen.
Auch Hans Bausenwein vom Gleitschirmclub Inntal besuchte die Müritzregion und machte sich mit seinem Gleitschirm auf den Weg. Über dem Müritz-Nationalpark begleitete ihn ein Fischadler ein Stück des Weges. Gelandet ist Hans Bausenwein nach 31 Flugkilometern in Speck. Auch Gäste aus Cottbus und Altes Lager waren angereist, um ihr Glück in Vielist zu versuchen. Der eine oder andere schaffte einen kurzen Streckenflug von bis zu zehn Kilometern. „So langsam werden die Potenziale des Vielister Flugplatz ausgetestet“, meint dazu Dagmar Wilisch, selbst leidenschaftliche Gleitschirmfliegerin bei den „Müritzgleitern“. Über 25 Piloten waren jetzt zu Gast bei den Müritzgleitern. Es wurden insgesamt 92 Schlepps gemacht und die Winde erst abgebaut, „als wirklich keiner mehr in die Luft wollten. Zusammen mit den Modellfliegern, den Segelfliegern und der Norddeutschen Gleitschirmschule waren es gelungene Tage auf dem Flugplatz Vielist“, meint Dagmar Wilisch.nk

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