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„Holper-Saison“ abgehakt: Treptower Handballer setzen auf Bewährtes

Szene aus dem Verbandsliga-Derby zwischen dem HSV Peenetal Loitz II (gelb) und dem HV Altentreptow. Am Ende setzten sich die Loitzer 29:19 durch.[KT_CREDIT] FOTO: J. Schröder
Szene aus dem Verbandsliga-Derby zwischen dem HSV Peenetal Loitz II (gelb) und dem HV Altentreptow. Am Ende setzten sich die Loitzer 29:19 durch.[KT_CREDIT] FOTO: J. Schröder

VonFlorian Ferber

Auch wenn es in der abgelaufenen Verbandsliga-Spielzeit eher mäßig für den HV Altentreptow lief und „MV-Liga-Niveau“ nur zeitweise aufblitzte, sieht Trainer Christian Maaß sein Team für die Zukunft gut aufgestellt.

Altentreptow.Durchwachsen – so ließe sich die abgelaufene Saison des HV Altentreptow in der Handball-Verbandsliga Ost wohl am ehesten beschreiben. Aus 14 Spielen hat das Team von Trainer Christian Maaß fünf Siege und neun Niederlagen verbucht und landete am Ende auf dem sechsten von insgesamt acht Plätzen. Die Endrunde beendeten die Tollensestädter nach einer Niederlage und einem Remis gegen den Güstrower HV' 94 als Zwölfter.
Dass die Maaß-Männer vor allem in der Hinrunde einige Schwierigkeiten hatten, lag an mehreren Faktoren, wie der Coach aufzeigt. „Wir hatten viel Verletzungspech und berufsbedingte Ausfälle. Zudem geriet der Spielplan teilweise so durcheinander, dass es schwer war, einen Spielrhythmus zu finden.“ Da sei es, so der 37-Jährige weiter, auch mit Hilfe aus der zweiten Mannschaft vor allem um Schadensbegrenzung gegangen. Erst ab Dezember 2012 habe das Team dann langsam in die Spur gefunden und konnte in der Rückrunde zulegen.
Als Höhepunkt der vergangenen Spielzeit ist Christian Maaß vor allem die Heimpartie gegen den Abschlussersten Stralsunder HV II in Erinnerung geblieben – trotz der 28:33-Niederlage. „Dieses Spiel hatte MV-Liga-Niveau“, waren sich Maaß und viele weitere Augenzeugen einig.
In Zukunft wollen die Altentreptower weiterhin auf ihre bewährte Mischung aus hoffnungsvollen Eigengewächsen, etablierten Stammkräften und Leistungsträgern wie Christian Kasdorf im Angriff oder Matthias Mann in der Abwehr und dem einen oder anderen Neuzugang bauen. Zu Letzteren zählen unter anderem Denny Peters aus Konstanz, der Drittliga-Erfahrung besitzt, und Christoph Jürges, seines Zeichens Co-Trainer der Handballerinnen vom SV Fortuna ‘50 Neubrandenburg. Beide Außen- und Aufbauspieler standen bereits in den Relegationsspielen auf der Platte und konnten Treptower Handballluft schnuppern.
Weiterhin sollen Jannek Naumann, A-Junior aus Neubrandenburg, und Markus Hübner, Student aus Nordhorn, in der kommenden Saison die Treptower Farben tragen. Dem steht mit Torwart Sebastian Mann, der zu MV-Ligist Stavenhagener SV wechselt, ein Abgang gegenüber. Die Gefahr, dass sich andere Vereine aus dem Kader der Tollensestädter bedienten, könne man nicht dauerhaft bannen, erklärt Christian Maaß.
Trotzdem: Ziel sei es, den Männer-Handball in Altentreptow zu etablieren, weiter von der eigenen Jugendarbeit zu profitieren, die gute Kooperation im Nachwuchs mit dem Leistungsstützpunkt vom SV Fortuna ‘50 Neubrandenburg aufrechtzuerhalten und sich in der neuen Verbandsliga-Saison oben festzusetzen.
Und dann, irgendwann, vielleicht die Rückkehr in die MV-Liga? Für Trainer Maaß kein unerreichbares Ziel.

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