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Kleinstes Pokal-Team ist trotz 0:6-Klatsche stolz

Gnoiens Thilo Taschkuhn (links) und Hansa-Profi Emil Rilke kämpfen um den Ball.  FOTO: Andy Bünning
Gnoiens Thilo Taschkuhn (links) und Hansa-Profi Emil Rilke kämpfen um den Ball. FOTO: Andy Bünning

VonHans Puckmann

Die Landesligafußballer aus Gnoien schlagen sich gegen Hansa Rostock wacker, ein Tor bleibt ihnen aber verwehrt.

Gnoien.Lutz Schubert sah man das Ergebnis des Pokalspiels nicht an, denn trotz der 0:6-Niederlage seiner Jungs gegen den FC Hansa Rostock machte er ein zufriedenes Gesicht: „Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, denn sie hat sich gut verkauft. Kämpferisch haben wir alles gegeben, auch wenn der Klassenunterschied natürlich nicht zu übersehen war“, erklärte der Gnoiener Trainer, der den Fußball-Landesligisten gemeinsam mit Frank Stockem betreut. Dass die Gnoiener überhaupt gegen den FC Hansa antreten durften, hatten sie sich zuvor hart erarbeitet, denn mit dem Schweriner SC und dem Grimmener SV wurden zwei höherklassige Teams ausgeschaltet. „Wir waren das kleinste Team, das im Viertelfinale stand. Das allein schon ist ein riesiger Erfolg für uns gewesen“, sagte Schubert.
Eine Kleinigkeit ärgerte den Gnoiener Trainer allerdings doch noch: „Wir hätten gern ein Tor geschossen.“ Dann nämlich wäre vor 2500 Zuschauern im Stadion an der Windmühle sogar Geschichte geschrieben worden. Schließlich hat der FC Hansa im Fußball-Landespokal noch nie ein Gegentor kassiert. Nach acht Begegnungen in diesem Wettbewerb – fünf in der Saison 2010/11 und bislang drei in der aktuellen Spielzeit – lautet die Tordifferenz 29:0. Und so war auch Trainer Marc Fascher vollauf zufrieden: „Natürlich ging es in erster Linie um das Erreichen der nächsten Runde. Doch ich freue mich auch sehr, dass wir diszipliniert agiert und zu Null gespielt haben.“
Für Mittelfeldspieler Edisson Jordanov und Stürmer Nils Quaschner war es nicht nur wegen ihrer beiden Tore, die die frühe 2:0-Führung bedeuteten, ein besonderes Spiel. Die beiden 19jährigen Eigengewächse, die in der Hinrunde zu Leistungsträgern beim Drittligisten avancierten, kamen nach monatelanger Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz.

Tore:0:1 Jordanov (16.), 0:2
Quaschner (21.), 0:3 Smetana (23.), 0:4 Marcos (47.), 0:5 Klement (51.), 0:6 Adamyan (74.)
Gnoiener SV:Steinke – Peter, Zapel, Friedel, Taschkuhn – Millert (84. Prengel), Meier (54. Tonn) – Lewerenz, Balz – Steinbach, Gugat (54. Koll)
FC Hansa:Brinkies – Zolinski (46. Rilke), Grupe, Trapp, Marcos – Humbert, Klement – Jordanov, Adamyan – Smetana (46. Plat), Quaschner (63. Starke),

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