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KSV nimmt die Hürde

Der Gollmitzer Christian Wille köpft hier vor zwei SVB-Spielern. Der KSV gewann verdient mit 3:1 und bleibt auf Titelkurs.
Der Gollmitzer Christian Wille köpft hier vor zwei SVB-Spielern. Der KSV gewann verdient mit 3:1 und bleibt auf Titelkurs.

VonOliver Spitza

Gollmitz gewinnt 3:1 in Boitzenburg und fiebert nun dem Pokalfinale am 1. Mai und dem entscheidenden Meisterschaftsspiel am 4. Mai gegen Göritz entgegen.

Boitzenburg.Dem Pokalhalbfinalerfolg am Ostermontag in Boitzenburg (4:1) folgte am 22. Kreisligaspieltag ein 3:1-Erfolg der Gollmitzer in Boitzenburg. Mit dem Überspringen dieser beiden schweren Auswärtshürden hat sich der KSV alle Chancen auf die ersten Titel in der Nachwendevereinsgeschichte erhalten.
Der SVB hatte in einem gutklassigen, sehr fairen Spiel die erste dicke Chance, als sich Stefan Förster auf rechts durchsetzte, Marcel Steinbrecher in der Mitte suchte, dessen Schuss aber noch abgefälscht wurde (3.). Dann aber kam der KSV auf Touren. Martin Groß versuchte es aus der Distanz (5.), eine weite Flanke von Christoph Schmidt von links landete auf dem Tornetz (8.), Mario Buhse schoss im Konter aus 18 Metern knapp vorbei (12.). Dann gelbe Karte für den Gollmitzer Schmidt, der Referee wollte hier im Strafraum eine Schwalbe gesehen haben. Glück für den SVB, denn ein Elfmeter wäre berechtigt gewesen (18.). Dann die zweite dicke Möglichkeit für den SVB. Timm Hingst spielte nach halbrechts auf M. Steinbrecher, dessen Schuss an die Latte knallte (21.). Danach aber der KSV – aus einer kompromisslosen Abwehr heraus zielstrebig und forsch nach vorne spielend – deutlich überlegen. Im Konter über Schmidt und Buhse scheiterte der 26-jährige KSV-Spielmacher an Torwart Anton Hlinov (32.). Dann Steilpass auf den fleißigen, unermüdlich ackernden Schmidt, dessen Schuss von halblinks aber am langen Pfosten vorbei zischte (35.). Als sich Schmidt am und im Strafraum gegen drei Boitzenburger „durchfummelte“, Mathias Stabenow das Bein stehen ließ und der KSV-Stürmer darüber „stolperte“, gab es Elfmeter, diesmal wohl unberechtigt. Kapitän Ingo Writsche verwandelte unhaltbar zum 0:1 (44.). Eine Minute später fast das 0:2, als nach Flanke von Christian Wille Martin Groß völlig frei am Fünfmeterraum zum Kopfball kam, aber Hlinov toll reagierte (45.).
Nach dem Wechsel der KSV die klar bessere Mannschaft, dem SVB fehlte es am Durchsetzungsvermögen im Angriff, fast alle Zweikämpfe gingen verloren. Wille passte von rechts in die Mitte auf Buhse, doch der konnte, frei vor dem Tor, nicht Hlinov überwinden (55.). Schmidt verfehlte zwei Mal das SVB-Gehäuse (59., 62.). Dann aber dribbelte Groß vor dem SVB-Strafraum, zog aus 20 Metern ab und der Ball schlug zum 0:2 im Dreiangel ein (72.). Danach verließ er angeschlagen das Feld, es kam Andreas Borchert, der mit einem Superpass Buhse bediente, der frei vor dem Tor dem guten Hlinov keine Chance ließ – 0:3 (78.). Der SVB gab sich nicht auf und kam durch einen überlegten 16m-Schuss von Daniel Sokolowski noch zum verdienten Ehrentor.

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