Dezember 16, 2011
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Fußball Amateure von Redaktion

Lattmann-Lösung für FCN-Zweite

Von unserem Redaktionsmitglied
Roland Gutsch

Die zweite Mannschaft des
1. FC Neubrandenburg hat einen neuen Coach: Dieter Lattmann tritt beim Spitzenreiter der Fußball-Landesliga Ost die Nachfolge des zum TSV Friedland gewechselten Trainers
Heinz Dahms an.

Neubrandenburg.Diese Personalie dürfte viele Fans der hiesigen Fußballszene überraschen: Wie gestern bestätigt wurde, ist Dieter Lattmann am Mittwochabend der 2. Mannschaft vom 1. FC Neubrandenburg 04 als neuer Trainer vorgestellt worden. Damit wird ein in der Region eher wenig bekannter Coach der Nachfolger von Heinz Dahms, der zur zweiten Saison-Halbserie zum Landesliga-Rivalen TSV Friedland 1814 wechselt (der Nordkurier berichtete).
Für den 53-jährigen Lattmann, in der Hinserie der vergangenen Spielzeit bei Kreisoberligist Neubrandenburger FC 93 im Amt, kam das Angebot, beim Landesliga-Ost-Tabellenführer anzuheuern, „relativ kurzfristig. Ich bin von den FCN-Leuten angesprochen worden. Den einen oder anderen Spieler der ,Zweiten‘ kenne ich ja auch schon, weil ich mit dem NFC öfter parallel trainierte“. Die neue Aufgabe sei reizvoll. Lattmann: „Ganz klar, das Team ist Tabellenführer, und so soll es auch nach der Rückrunde sein. Dafür müssen wir hart arbeiten. Natürlich ist vieles den Vorgaben der 1. Mannschaft des Vereins, der Oberliga-Truppe, untergeordnet. Deshalb sollte man auch
in puncto Aufstellung variabel sein.“
Dieter Lattmann, ein Ex-Berufssoldat und seit dem 1. Mai pensioniert, lebt seit 2007 in der Region. „Ich verfüge über genügend Zeit und will mit Herzblut die sportliche Herausforderung meistern“, sagt der Coach. In der letzten Januar-Woche nimmt er das Training mit der FCN-Zweiten nach der Winterpause auf. Was er von den Kickern erwartet: Disziplin und Teamgeist. „Fußball ist ein Mannschaftssport. Individualisten sollten lieber Tennis spielen.“
Die Vorteile der Lattmann-Lösung liegen für FCN-Vizepräsident Lutz Bruhn auf der Hand. „Ich finde gut, dass einer von außen dazukommt und also aus einem anderem Blickwinkel die Dinge betrachtet. Jeder Spieler im Kader muss sich neu beweisen“, sagt Bruhn, der einst selbst drei Jahre lang den FCN II coachte und als einer der Kandidaten für die Dahms-Nachfolge gehandelt worden ist. „Ich bin für die sportlichen Angelegenheiten im Vorstand zuständig – das würde sich mit einer Trainer-Tätigkeit beißen“, begründet er seine Absage. Co-Trainer des Reserveteams bleiben Jens Harbarg und als „verlängerter Arm auf den Platz“ Marcel Fanselow. „Beide haben sich in der Phase, als Heinz Dahms schon Abwanderungsgedanken beschäftigten, sehr loyal gegenüber dem Verein verhalten“, so Bruhn.
Was hier nur wenigen bekannt ist: Der „Neue“ hat eine Menge Fußball-Erfahrung auf dem Kerbholz. „In der Bundeswehr wird man oft versetzt, was für mich bedeutete, auch mit vielen Vereinen zu tun zu haben“, erzählt Dieter Lattmann. Als Spieler war er unter anderem in der Bezirksoberliga Niedersachsen beim FC Wende aktiv. Trainerstation machte er für je drei, vier Jahre im Emsland und in der Bezirksliga Schleswig-Holsteins. In den Niederlanden machte er einem Viertligisten Beine.
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