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Marian Dahm mehrfach „vergoldet“

VonArminGehrmann

Gesunkene Teilnehmerzahlen, aber viele starke Leistungen, so das Fazit der Leichtathletik-Wettbewerbe bei den 19. Sportspielen der Uckermark.

Prenzlau.Die Leichtathletik zählt zwar zu den olympischen Hauptsportarten, doch bei den Wettbewerben an der uckermärkischen Basis war davon nur bedingt etwas zu merken. Gesunkene Teilnehmerzahlen, eine weite Spanne von Extraklasse bis Bummeltempo und etliche Streichungen von Wettbewerben, weil keine oder nur zuwenig Meldungen vorlagen. Auf einen engen Terminplan wegen der in diesem Jahr sehr früh beginnenden Sommerferien kann das allerdings nicht generell zurückgeführt werden. Etliche Starter bemängelten, zu Hause oder an der Schule gar nicht geübt zu haben (Absprungzone im Weitsprung, Angleiten beim Kugelstoßen, Tiefstart). Obendrein glänzten einige Schulen mit sonst starken Leichtathleten diesmal mit Abwesenheit (Gauß-Gymnasium Schwedt, Hackert-Oberschule Prenzlau, Ehm-Welk-Oberschule Angermünde, ...).
„Wir haben eine ganze Reihe beachtlicher Leistungen erlebt. Wenn es dann noch die Konkurrenz anderer starker Schulen gegeben hätte, wären aus direkten Duellen sicher noch bessere Leistungen hervorgegangen“, ist sich Heike Hellwig-Kluge, Vorsitzende des Leichtathletikkreises Uckermark sicher. Was sie freute: Die sonst im Wettbewerbssystem des uckermärkischen Fachverbandes sehr aktiven Vereine trugen mit dazu bei, dass die Heimatschulen der Athleten, so ihre Schule sie meldete, davon in der Medaillenbilanz enorm profitierten. „Insofern erstellten wir zwar eine Medaillenbilanz für interne Auswertungen, doch Fortuna Schmölln, TSV 62 Prenzlau und Alemania Templin hätten mit einem rein auf Vereinsbasis bezogenen Medaillenspiegel eine ganz andere Position erreicht als so. Andererseits sprechen die Abstimmungen von Vereinen und Schulen zu den Starts in Prenzlau für eine gute Kooperation.
So gingen in diesem Jahr die Medaillen an 15 Schulen und Vereine. Während Fortuna Schmölln (9 Gold/4 Silber 4 Bronze) und die Grundschule „Am Egelpfuhl“ Templin (8/9/3) diese Bilanz anführen, kam auf Rang drei das Gymnasium Templin mit 21 Medaillen (7/9/5) zur quantitativ größten Ausbeute.
Die Vielzahl beachtlicher Resultate in den unteren Altersklassen lassen darauf hoffen, dass auch in den kommenden Jahren ein sehr ansprechendes sportliches Niveau zu erwarten ist. So sprintete Vanessa Guretzke (Blau-Weiß 65 Schwedt) als Zehnjährige die 50 Meter in 7,8 Sekunden. Und Emilia Keßler (Karbe-Grundschule Gramzow) sprang in dieser Altersklasse 3,76 m weit. Laura Demaret (Egelpfuhl-GS Templin) warf den Ball 32,80 m weit, Jessica Schütte (Fortuna Schmölln) raste die 800 Meter in 3:03,3 Min. herunter. Bei den Jungen dieses Altersbereichs wurde Ben Collin (GS Gramzow) seiner Favoritenrolle gerecht, glänzte im Sprint mit 7,5 s und sprang 4,37 m weit. Weitere beachtliche Einzelleistungen waren die 7,6 Sekunden von Lara Matzke (SV Fortuna) im Sprint der AK 11 oder ihre 4,15 m im Weitsprung, die 35,35 m von Julia Hinz (Egelpfuhl-GS) im Ballwurf der AK 11 oder die 50,50 m von Pascal Rösicke (GS Casekow) in dieser Disziplin der AK 11. Hochwertig waren auch die 1,42 m von Marie Kersten (Pestalozzi-GS Prenzlau) im Hochsprung der AK 13 sowie die 11,66 m von Max Eycke (Gymnasium Templin) im Kugelstoßen dieses Jahrgangs, denn er hatte über zwei Meter Vorsprung zum Zweitplatzierten. Ein Raunen ging durch die Reihen, als Jonas Patsch (Blau-Weiß 65 Schwedt, Jugend B) die 100 Meter in 11,4 s absolvierte und zu 5,89 m im Weitsprung flog.
Zu den positiven Überraschungen zählt ohne Zweifel auch die Bilanz der Kleinen Grundschule Fürstenwerder, die 15 Medaillen erkämpfte und in Marian Dahm (AK 12) mit dreimal Gold in Einzeldisziplinen den erfolgreichsten Starter des Tages hatte. Bei den Mädchen traf dies auf Marie Kersten (Pestalozzi-GS Prenzlau) mit zweimal Gold und je einmal Silber und Bronze zu.

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