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Pasewalker schwören sich ein auf „Zwölf-Punkte-Spiel“

Kapitän Henrik Rodewald (rechts) hofft auf einen Sieg mit dem Pasewalker FV:  FOTO: Thomas Krause
Kapitän Henrik Rodewald (rechts) hofft auf einen Sieg mit dem Pasewalker FV: FOTO: Thomas Krause

VonThomas Krause

Der Abstiegsgipfel in der Fußball-Landesliga steigt morgen Nachmittag in Pasewalk. Der Pasewalker FV erwartet den FSV Mirow/Rechlin.

Pasewalk.Henrik Rodewald weiß, weiß, worum es morgen ab 15 Uhr geht. Um die Brisanz zu verdeutlichen, greift der Stürmer des Pasewalker FV zu einer Fußballphrase und beweist dabei Humor: „Für uns ist das kein Sechs-Punktespiel, sondern ein Zwölf-Punktespiel.“ Ein Erfolg gegen die ebenfalls vom Abstieg bedrohten Mirower sei überlebensnotwendig. „Das Gute ist, dass wir es selbst in der Hand haben.“
Der Sieg vor sieben Tagen beim SV Einheit Teterow brachte die Pasewalker in diese Position. Beim Schlusslicht gewann die Mannschaft von Trainer Tino Mundt glücklich mit 4:3. „Da hat man schon gemerkt, dass viele Spieler im Kopf nicht frei waren, weil wir in Teterow ja unbedingt gewinnen mussten“, sagt der PFV-Kapitän. Morgen könnte der PFV den Klassenerhalt aber auch schon in Papier und Tüten haben: Besiegt Pasewalk Mirow/Rechlin und Karlsburg/Züssow
verliert gleichzeitig gegen die TSG Neustrelitz II, könnte man für die neue Landesligasaison planen. Denn gegenwärtig scheint es so, dass es fünf Absteiger aus den drei Landesligen geben wird.
Doch mit der noch von einigen Unwägbarkeiten behafteten Abstiegsregelung will sich der Stürmer nicht groß beschäftigen: „Wir wissen doch alle nicht, wie viele Vereine am Ende wirklich absteigen. Wir haben jetzt noch zwei Spiele und da müssen wir alles herausholen.“ Der Torjäger, der nach einem vierjährigen Abstecher zum TSV Friedland seit 2011 wieder das PFV-Trikot trägt, hofft, dass diese schwierige Saison dann am 9. Juni beim letzten Spiel gegen Ueckermünde ein gutes Ende findet. „Die Rückrunde war katastrophal, das wissen wir alle. Es waren aber ganz viele Faktoren, die da reingespielt haben.“ Rodewald nennt den Tod von Mittelfeldspieler Marek Laskowski und das immens große Verletzungspech. „Gerade in der Abwehr sind uns ja die Spieler weggebrochen, das konnten wir einfach nicht mehr kompensieren“, sagt der Pasewalker, der als Softwareentwickler bei einer Friedländer Firma arbeitet.
Acht Begegnungen verlor der PFV in Folge, erst beim 6:2 gegen Malchower SV II bekam der Klub die Kurve. In diesen Tagen habe man sich natürlich mit dem Thema Abstieg beschäftigt. „Es wäre eine Katastrophe, wenn wir absteigen würden. Das ist der Mannschaft bewusst“, sagt Rodewald. Doch vom Worst Case geht niemand aus beim PFV, die Hoffnung auf ein Happy End überwiegt. Pasewalk ohne Landesliga – das kann sich Henrik Rodewald einfach nicht vorstellen.

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