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„Pele“ Wollitz fliegt raus

VonAndreas Frank

Nach einer im Internet verbreiteten Wutrede ist Claus-Dieter Wollitz als Trainer des VfL Osnabrück mit sofortiger Wirkung abgelöst worden.

Osnabrück.Mit einer lautstarken Wutrede im Stile seines berühmten Münchner Trainerkollegen Giovanni Trapattoni hat Claus-Dieter „Pele“ Wollitz seine sofortige Kündigung durch den Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück förmlich provoziert. Auf einem Handy-Video bei You Tube ist im Internet mehr als drei Minuten lang zu sehen, wie der 47-Jährige in Jeans und roter Jacke vor dem Stadiontor an der Bremer Brücke emotional mit wartenden Fans diskutiert.
Er sei ein Gerechtigkeitsfanatiker und habe einige Dinge einfach nicht mehr auf sich beruhen lassen können, äußerte Wollitz und fügte mit Blick auf den VfL-Vorstand hinzu: „Das muss ich mir nicht mehr antun.“ Als offizielle Begründung für den Schritt nannte die Klubführung in einer Pressemitteilung allerdings zunächst nur „die öffentliche Bekanntgabe seines bevorstehenden Rücktritts und die geäußerte Kritik an Teilen der Vereinsführung auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in Bielefeld“.
Neuer Cheftrainer wird bis Saisonende Alexander Ukrow. Der 42-Jährige hatte schon unter Wollitz-Vorgänger Uwe Fuchs als Assistent gearbeitet und leitete gestern die erste Trainingseinheit als Chef. Der VfL empfängt im letzten Punktspiel Alemannia Aachen und besitzt noch ein kleine Chance, die Relegationsspiele zur 2. Liga zu erreichen.

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