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Querschläger und Schüsse in den blauen Himmel

VonRainer Fehlberg

Leistungsgerechtes Unentschieden zwischen SV Fürstenwerder und Eintracht Haßleben

Fürstenwerder.Der Sekundenzeiger hatte das Zifferblatt der Uhr noch nicht einmal umrundet, da lag der Ball schon im Gästetor. Christian Bewersdorf hatte eine Flanke von links mit dem Kopf unhaltbar verwandelt, Haßlebens Deckung war noch gar nicht auf dem Platz.
Die Gastgeber waren in der Folge bemüht, dieser Linie treu zu bleiben, gaben sich dynamisch. Die Gäste fanden nur mühsam zu ihrem Spiel. Doch in der 15. Minute hatte sie ihren Spielfaden gefunden und nach einer sehr guten Kombination über vier Stationen verwandelte Marcel Würfel zum 1:1. Die Bemühungen beider Teams gingen nun verstärkt weiter: Die Gastgeber machten Druck und versuchten es, oft über links kommend, durch Ringo Brentführer mit einigen Gewaltschüssen (noch) in den Frühlingshimmel. Eine große Kopfballchance – fast eine Doublette des ersten Tores – vergab Marco Jeske (35.). In der 38. Minute setzte sich Brentführer durch, zog das Leder scharf in die Mitte. Dort lauerte Marcel Stolzenburg, der zum 2:1 einschoss.
Haßleben versuchte, mit Kombinationen das Spiel in den Griff zu kriegen und noch vor der Pause auszugleichen. Aber viele Bälle versprangen wegen des holprigen Geläufs oder die Zuspiele kamen zu ungenau.
In der zweiten Hälfte verflachte die Partie trotz aller Bemühungen. Der Spielaufbau klappte auf beiden Seiten nicht mehr. Vieles blieb Stückwerk, obwohl viel Aufwand betrieben wurde. Querschläger, Fehlabspiele, Schüsse in den blauen Himmel. Der schmale und kurze Platz tat sein Übriges, weiträumige Kombinationen zu verhindern. Bei diesem „Gebolze“ waren Chancen Mangelware. Es wurde nun fast ein geruhsamer Nachmittag für beide Keeper, die kaum noch ernsthaft geprüft wurden.
Einziger wirklicher Aufreger war das Eigentor von Matthias Dobbert (51.). Beim Abwehrversuch zirkelte er einen flach von links hereingezogene Eckball von Sebastian Taege unglücklich zum 2:2 ins eigene Tor.

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