Nordkurier.de

Rasante Fahrt übern See fordert auch ihre Opfer

Ein großes Fahrerfeld aus ganz Deutschland war zum Wettbe- werb nach Neustrelitz gekommen.  FOTO: Ulrich Krieger
Ein großes Fahrerfeld aus ganz Deutschland war zum Wettbe- werb nach Neustrelitz gekommen. FOTO: Ulrich Krieger

VonUlrich Krieger

Könner aus sieben Bundes- ländern folgten der Wettbe- werbseinladung des Neu- strelitzer Modellsportclubs.

Neustrelitz.Hoch spritzte das Wasser und mit rasender Geschwindigkeit schossen Elektrorennboote über den Glambecker See. Der Neustrelitzer Modellsportclub hatte zum 20. Mal zu einem Wettbewerb für funkferngesteuerte Modelle eingeladen; Sportler aus sieben Bundesländern waren zur Stelle für 36 Rennen in neun Kategorien.
Nicht immer einfach waren die Bedingungen. Bei wechselnder Windrichtung und -stärke „heizten“ die schnellsten Modelle mit 50 bis 60 km/h um 180-Grad-Kurven und beschleunigten auf den Geraden auf über 100 km/h. Doch schon nach 50 Metern musste die rasante Fahrt gemindert werden, die nächste Kurve folgte. Volle Konzentration war nötig.
Die Neustrelitzer Teilnehmer Maik Luplow und Ulrich Krieger starteten in der Klasse FSR-Eco Standard. Ulrich Krieger siegte mit zehn Runden Vorsprung, den er aber erst im letzten der vier Läufe herausfahren konnte; Maik Luplow wurde Vierter.
Die Sieger der anderen Rennklassen waren Sebastian Dahl aus Essen (Mini-Mono), Ingo Volk aus Potsdam (Hydro-S14), Frank Lorenz aus Chemnitz (Mono-S14 und Mono-S7), Deborah Steinle aus Frankfurt/Main (Hydro-1A), Dirk Sörensen aus Duisburg (Mono-2B und Mono-1A) sowie Norman Musilak aus Eberswalde (Eco-Start).
Leider forderte der Glambecker See auch „Opfer“. Drei Modelle tauchten nicht wieder an derWasseroberfläche auf. In bewährter Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) kamen die TaucherMatthias Gast und Markus Nengel mit den Leinenführerinnen Anne Heise und Stephanie Heise nach Wettbewerbsende zu Hilfe. Trotz mehr als einstündiger Suche in Tiefen von über elf Metern konnte nur ein Modell wiedergefunden werden. Die beiden anderen wurden wohl vom bis zu einen Meter dicken Schlamm „gefressen“. Bedanken möchten sich der Modellsportclub beim Schulverein Carolinum für die Nutzung der Steganlage und bei der Stadt Neustrelitz.

Kontakt zur Redaktion
red-neustrelitz@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×