Im mit Spannung erwarteten Uckermark-Derby der C-Jugend in der Handball-Spielunion Nordost dominieren die Jungen des SV Berolina Lychen.
Templin.Die auf Platz drei der Spielunion Nordost liegenden Handballer des SV Berolina Lychen (20:8) mussten beim SV Lok Templin (5./16:12) antreten. Ihr Ziel war es, mit einem Sieg in Templin Rang drei zu behaupten und sich für die Hinspielniederlage (24:30) zu revanchieren. Das gelang deutlich, gegen den SV Lok gab es einen recht klaren 29:20-Erfolg des SV Berolina. Beide Mannschaften gingen sehr motiviert und engagiert in die Partie. Allerdings war dabei eine gehörige Portion Nervosität auf beiden Seiten unübersehbar. Berolina konnte den ersten Treffer erzielen, die Gastgeber glichen aber postwendend aus. Nach zweimaliger erneuter Führung der Berolina-Jungen und jeweiligen Ausgleichstreffern durch die Gastgeber gingen diese schließlich beim 4:3 erstmals selbst in Führung und bauten diese schnell auf 6:3 aus. Die Templiner Jungen spielten zu diesem Zeitpunkt die Angriffe konsequent und druckvoll aus, die Lychener Abwehr stand nicht sicher. Dies änderte sich erst nach einer Auszeit des Lychener Trainers Thomas Zander. Die Abwehr agierte danach kompakter. So ergaben sich Möglichkeiten, über schnelle Gegenstöße zu Treffern zu kommen. Immer wieder war Fabian Balkon, der insgesamt 14 Tore erzielte, erfolgreich. Die Abwehr des SV Lok konnte ihn nur selten stellen. Berolina Lychen kämpfte sich heran, konnte sogar 11:10 in Führung gehen, lag aber zur Pause 12:13 zurück. Basis dieses Spielstandes war vor allem eine starke kämpferische Leistung beider Mannschaften und viele starke Torhüterparaden des Lycheners Justin Hinz. In der zweiten Halbzeit konnten die Jungen des Gastgebers die Vorgaben ihrer Trainer Susi Heise-Hasse und Jörn Müller nicht umsetzen. Dagegen knüpfte Berolina Lychen an die Leistung aus dem ersten Durchgang an. Den Templiner Angreifern wurden nur wenige Lücken in der nun stabilen Abwehr geboten. Am häufigsten fand diese Dennis Thoms, der neun Treffer für den SV Lok erzielte. Andere Templiner Spieler scheiterten häufig an Justin Hinz , der auch weiterhin eine starke Leistung bot. Bis zum 16:15 für Berolina konnten die Templiner Jungen das Spiel offen gestalten. Dann setzten sich die Lychener aber auf 20:15 ab und erspielten sich damit einen Vorsprung, den sie sich nun nicht mehr nehmen ließen. Immer wieder setzte nun Maik Schlesier die Spieler auf den Halbpositionen in Szene, die ihre Torchancen auch nutzten. Auch vom Kreis aus war Berolina mehrfach erfolgreich. Vor allem in der Endphase spielten die Lychener Jungen überlegen und das, obwohl sie nur mit neun Spielern antraten, die Templiner aber 13 zur Verfügung hatten. Beim SV Berolina wusste auch Lukas Schlewitt zu überzeugen. Noch zur D-Jugend gehörend, lieferte er eine gute Partie und steuerte zwei Treffer zum klaren 29:20-Erfolg seiner Mannschaft bei, was Platz drei sicherte. Die Templin hingegen rutschten auf Rang sechs ab. Lok Templin: Lohmann, Piontek (2), Lestin (4), Lewandscheck, Altenau, Lindberg, Schulze, Wendland (1), Thoms (9), Dorozalla, Milster (2), Roß, Stephany (2). Berolina Lychen: Hinz, Balkon (14), Koch, Schlesier (4), Raelert (4), Dutsch (5), Herold, Schemel, Schlewitt (2).