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Schau an! Greif hat Jena am Rand einer Niederlage

Kopfsache: Greifs David Gajewski (links) und Marius Grösch im Duell mit Köpfchen. [KT_CREDIT] FOTO: Andy Bünning
Kopfsache: Greifs David Gajewski (links) und Marius Grösch im Duell mit Köpfchen. [KT_CREDIT] FOTO: Andy Bünning

VonAndy Bünning

Torgelow hat Spaß an der Regionalliga-Abschiedstour: Aus fünf Spielen holten die Vorpommern vier Remis.

Torgelow.Wer sagt’s denn. So langsam entpuppt sich der Torgelower SV Greif auf seiner Abschiedstour in der Regionalliga als Favoritenschreck. Am Sonnabend erkämpfte sich der Tabellenletzte gegen den zweitplatzierten FC Carl Zeiss Jena ein verdientes 1:1-Unentschieden. „Dafür, dass wir wieder einige Spielerausfälle hatten, hat es die Mannschaft richtig gut gemacht“, war Greif-Trainer Franz-Aaron Ullrich zufrieden mit dem Punktgewinn. Beinahe hätte der SV Greif sogar noch für eine größere Überraschung gesorgt. Doch Djibril N’Diaye verschoss in der 79.Spielminute einen Foulelfmeter. Der Senegalese drosch die Kugel unkonzentriert meterweit über das Tor.
„Da hatten wir Glück“, musste Gäste-Coach Petrik Sander eingestehen. Die Thüringer boten insgesamt eine enttäuschende Leistung an. Nachdem Jena in der Anfangsphase nicht viel bewirken konnte, köpfte Marcin Mista das überraschende 1:0 in der 18. Minute. Nur mit Hilfe eines Foulstrafstoßes (33.) glückte Jena dann das 1:1. Greif versuchte es dann in Hälfte zwei mit schnellen Gegenangriffen. Aber es gelang kein Tor mehr.
Greif-Trainer Franz-Aaron Ullrich hat dennoch derzeit Spaß an der Arbeit mit seinen Spielern. Aus fünf Partien holten die Vorpommern immerhin vier Unentschieden. „Das stimmt mich positiv“, sagte Ullrich. Greifs Vereinschef Dietrich Lehmann ist froh über den Aufwärtstrend. „Diese Mannschaft, die man abgeschrieben hat, zeigt Charakter“, war Lehmann beeindruckt. „Es ist eine ungewöhnliche Situation. Wir sind Absteiger und spielen den besten Fußball der Saison. Wenn wir das gleich so gemacht hätten, wäre es wohl besser gewesen. Wir müssen uns selber eingestehen: Wir haben als Vorstand den einen oder anderen Fehler gemacht. Daraus müssen wir lernen“, so Lehmann. Vielleicht gelingt ja morgen der erste Sieg. Dann gastiert Germania Halberstadt (17 Uhr) in Torgelow.
Torgelow: Greulich – Stoeter
(68. Fomin), Keyser, Mista, Jager – Novacic, Hegert – Kazak, Freyer (82. Krüger) – N’Diaye, Gajewski

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