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„Schluppi“ ist der Pokalheld

Grenzenloser Jubel bei den Jatznickern nach dem Elfmeter-Krimi in Gützkow. Sie gewannen das Pokalfinale mit 5:3.  FOTO: Stefan Justa
Grenzenloser Jubel bei den Jatznickern nach dem Elfmeter-Krimi in Gützkow. Sie gewannen das Pokalfinale mit 5:3. FOTO: Stefan Justa

VonStefan Justa

Torwart Sebastian Schlupp ist im Kreispokalfinale der Erfolgsgarant des Jatznick-Teams, das sich gegen Uni Greifswald nach Elfmeterschießen durchsetzt.
Gützkow.„Bin ich froh, dass das gut gegangen ist.“ Die Erleichterung war dem Jatznicker Michel Albrecht nach dem packenden Pokalkrimi gegen die HSG Uni Greifswald anzumerken. Kurz vor dem Anpfiff wurde er in Gützkow noch als bester Torjäger der Kreisoberliga-Saison 2012/13 (28 Treffer) ausgezeichnet, im Endspiel hatte der Angreifer vor mehr als 300 Zuschauern aber Ladehemmung. Erst im Elfmeterschießen bewies er einen kühlen Kopf und verwandelte kaltschnäuzig.
Nachdem die reguläre Spielzeit 1:1 endete und auch in der Verlängerung keine weiteren Tore fielen, musste die Entscheidung im Kampf um den Kreispokal vom Elfmeterpunkt fallen. Während die Jatznicker Tobias Foth, Clemens Schöffel, Michel Albrecht und Max Schober keine Nerven zeigten, versiebten gleich zwei Greifswalder. Am Ende feierten die Aufbau-Kicker einen 5:3-Erfolg. „Wir freuen uns riesig, hätten den Sack aber schon in der regulären Spielzeit zumachen müssen“, jubelte Kapitän Sven Kubea nach dem Fußballkrimi und feierte gemeinsam mit seinen Mitspielern Pokalheld Sebastian Schlupp.
Schon in der regulären Spielzeit und der Verlängerung wuchs der Schlussmann über sich hinaus und auch im Elfmeterschießen bewies er große Klasse. „Schluppi’ war heute der große Rückhalt“, lobte Michel Albrecht den Torhüter, dem er die Worte „Heute ist dein großer Tag“ mit auf den Weg ins Elfmeterschießen gegeben hat.
„Es war ein tolles Endspiel, in dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen“, sagte Horst Zirzow, Vorsitzender des Fußballverbandes Vorpommern-Greifswald. Er lobte den SV Gützkow, der sich als würdiger Gastgeber präsentierte. Mattes Much hatte die Greifswalder in Führung gebracht (12. Min.). Kurz nach dem Seitenwechsel kam Jatznick durch Kevin Kitzelmann aber zum verdienten Ausgleich (48.). Aufgrund eines Platzverweises spielten die Hansestädter ab der 58. Minute in Unterzahl, Kapital schlugen die Aufbau-Fußballer daraus allerdings nicht.
Trotz hochkarätiger Chancen von Michel Albrecht, der zweimal allein auf den HSG-Schlussmann zulief und zweimal scheiterte, blieb es beim 1:1. „Heute war nicht gerade mein bester Tag, umso glücklicher bin ich, dass es mit dem Pokalsieg geklappt hat. Unterm Strich muss man sagen, dass wir verdient gewonnen haben“, sagte der Stürmer nach dem Abpfiff. Genauso sah es Kapitän Kubea: „Für die Zuschauer war es tolles Endspiel. Wir hätten uns
die Verlängerung und das
nervenaufreibende Elfmeterschießen aber ersparen können, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten.“ Dann wollten sie aber nur noch eines – den Pokalsieg ausgiebig feiern.

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