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Schlusslicht löst Ticket für das Pokalfinale

VonBurkhard Bock

Die SG Milmersdorf besiegt den FSV Rot-Weiß Prenzlau II mit 1:0 und trifft nun im Endspiel am 1. Mai in Templin auf den Spitzenreiter KSV Gollmitz.

Milmersdorf.Mit vielen Zuschauern rechneten die Gastgeber am Freitagabend. Aber nicht wieder mit solch ungebetenen Gästen wie in der Nacht zuvor, denn Wildschweine hatten einen Teil des Spielfeldes umgewühlt, so dass man auf den Nebenplatz ausweichen musste.
„Templin, Templin, wir fahren nach Templin“, sangen am Ende die Milmersdorfer. Es ist für den Verein nach 20 Jahren wieder ein großer Erfolg. 1993 standen die Milmersdorfer ebenfalls im Finale und gewannen als erste Mannschaft im neuen Fußballkreis West Uckermark die Trophäe. Nun könnte man also diesen Erfolg wiederholen, doch der Tabellenletzte der Kreisliga trifft am 1. Mai in Templin ausgerechnet auf den Tabellenführer KSV Gollmitz. Doch wer weiß, es hat schon viele Überraschungen in der Pokalgeschichte gegeben.
Beide Mannschaften begannen das Spiel recht nervös. Es gab kaum Ruhe in den Reihen, weil die Bälle hektisch weiter gespielt wurden. Der Gegner wurde früh angegriffen. Milmersdorf hatte in der ersten Hälfte etwas mehr vom Spiel, weil der Druck stärker war. Der unbedingte Kampfwille vor heimischem Publikum sorgte dafür, dass die Spieler früh attackierten und Angriffe starteten. Ein Freistoß von Tobias Wolf erreichte Maik Witt am langen Pfosten. Sein Schuss ging aber über das Tor (9.). Das war ein erster Warnschuss der Gastgeber. Die junge Prenzlauer Elf agierte zwar recht spielstark, aber zwingende Chancen ergaben sich nicht. Ein Torschuss von Sebastian Turowski brachte Jörg Fischer nicht in Schwierigkeiten (11.). Wenig später sah es anders aus, als Turowski erneut im Strafraum auftauchte. Diesmal musste Fischer sein Können unter Beweis stellen und rettete stark (15.).
Dann eine Situation für die Milmersdorfer, die eigentlich nicht so gefährlich war. Ein Freistoß unmittelbar am Mittelkreis, von Michael Grosch geschossen, landete flach im unteren Eck im Tor (26.). Mit einem Schuss hatten hier die Prenzlauer wohl kaum gerechnet. Dennoch war die 1:0-Führung verdient. Es blieb beim gleichen Bild. Die Milmersdorfer erkämpften sich die Bälle und versuchten, Druck zu machen. Prenzlau dagegen fand nicht den Durchbruch. Nur ein Freistoß an der Strafraumgrenze brachte Gefahr, doch der Schuss von Turowski war harmlos und blieb in der Mauer hängen (34.).
Im Gegenzug hatte dann Stefan Aust eine tolle Möglichkeit, als sein Kopfball knapp am Tor vorbei ging (36.). Nach der Pause machten die Gäste mehr Druck, die SG konnte sich nur noch sporadisch befreien. Aber eine zwingende Torchance sprang für die Prenzlauer nicht heraus. Im Gegenteil, sie hatten Glück, als Grosch den eingewechselten Paul Fuchs anspielte, der frei zum Schuss kam. Doch Kai Michalak rettete zur Ecke (62.). Als Benjamin Würfel flankte, parierte der Rot-Weiß-Keeper den Kopfball von Fuchs (75.). Eric Warnke hatte im Gegenzug eine gute Möglichkeit für die Gäste, doch sein Schuss ging über das Tor (77.). Die Gäste wollten nun unbedingt den Ausgleich. Milmersdorf verteidigte mit Mann und Maus. In der Nachspielzeit noch eine Schrecksekunde für die Gastgeber, doch der Kopfball von Eric Warnke verfehlte das Ziel knapp.

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