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SCN-Triathlet Friese will Ticket für Türkei-Rennen

VonThomas Krause

Der Neubrandenburger Triathlet Danny Friese kämpft in Saarbrücken um die Qualifikationsnorm für den Europacup.

Neubrandenburg.Sehnsucht Antalya: In dem türkischen Urlaubsort würde Danny Friese am 27. April beim ersten Europacup-Rennen der Triathlon-Saison gern am Start stehen. Dafür muss der Mann vom SC Neubrandenburg allerdings noch eine Qualifikationshürde überwinden.
Am Olympiastützpunkt in Saarbrücken geht es morgen um die Normen für die
EC-Wettkämpfe. Gut 20 Männer und zehn Frauen werden in der Elite und in der U23 am Start sein, die die Normen des Verbandes über 800 Schwimmen (9:30 min.) und fünf Kilometer Laufen (16:30) erfüllen müssen und wollen. Friese tritt die Reise nach Saarbrücken optimistisch an: „Ich hatte eine gute Vorbereitung, bin von Krankheiten verschont geblieben.“ Nach dem verkorksten WM-Auftritt 2011 in China und einem Übergangsjahr 2012, in dem es vor allem darum ging, sich an die Olympische Distanz zu gewöhnen, will der 21-Jährige deshalb jetzt noch einmal durchstarten.
Denn stimmen die Ergebnisse in den Europacup-Rennen, winkt das Ticket
für die Europameisterschaft über die Olympische Distanz im Juni in Alanya (Türkei). „Das wäre schön, aber es ist ein sehr steiniger Weg.“ Beim Fünf-Kilometer-Lauf morgen in Saarbrücken sieht er keine Probleme. „Die 16:30 laufe ich, schwer wird es aber beim Schwimmen. Schaffst du die 9:30 nicht, bist du fast raus“, sagt Friese. Die erste Disziplin beim Triathlon ist schon seit Jahren die Schwachstelle des SCN-Athleten. „Wir haben daran im Winter noch einmal intensiv gearbeitet“, erzählt er. Geändert hat sich allgemein das Training für Danny Friese. Die Schwimmeinheiten absolviert er nach wie vor größtenteils bei Stützpunkttrainer Frank Heimerdinger („ohne ihn wäre ich nicht so weit gekommen“), beim Radfahren und Laufen wird Friese seit Herbst 2012 jedoch von Ex-Triathlet Thomas Weber betreut.
„Es ging einfach darum, im Training neue Reize zu setzen. Wir machen jetzt mehr intensive Sachen und das hat mir gut getan. Ich bin schneller geworden“, erklärt der SCN-Sportler. Danny Friese hat in den vergangenen
Monaten hunderte Kilometer im Wasser, auf dem Rad und beim Laufen „gemacht“,
absolvierte Trainingslager in Spanien, Österreich und in Leipzig.
Eine harte Zeit, nicht nur wegen des langen Winters, sondern vor allem deshalb, weil ihm große Sponsoren fehlen, er fast alles privat finanziert hat: „Ich bin da echt froh, dass ich beispielsweise ein Unternehmen wie das D&S Autohaus Ford gefunden habe, das mir ein Auto für die Wettkampfreisen zur Verfügung stellt. Sonst wäre vieles gar nicht möglich.“

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