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Solo für „Schwimm-Mutti“

Britta Steffen wird in Berlin starten, ihr Freud Paul Biedermann ist nur als Zuschauer dabei.  FOTO: Michael Kappeler
Britta Steffen wird in Berlin starten, ihr Freud Paul Biedermann ist nur als Zuschauer dabei. FOTO: Michael Kappeler

VonMarc Zeilhofer
undChristian Kunz

Die Schwimm-Meisterschaft ist für Britta Steffen anders. Nach ihrem privaten und beruflichen Wechsel nach Halle/Saale kehrt sie in ihre alte Heimat Berlin zurück.

Berlin.Ist die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte etwas Besonderes? Britta Steffen überlegt nur kurz und verneint. „Ich bin alle vier Wochen in Berlin, um im Haus nach dem rechten zu sehen und Freunde zu treffen. Deswegen bin ich nicht wirklich ganz von Berlin weg“, sagt sie kurz vor
dem Beginn der deutschen Schwimm-Meisterschaften.
„Ich sehe Berlin immer noch als meine Heimat, das wird nicht so schnell vergehen. Ich fühle mich da total wohl.“ Die Freistil-Weltrekordlerin hatte im Herbst ihren sportlichen und privaten Lebensmittelpunkt nach Halle/Saale zu Lebensgefährte Paul Biedermann verlegt. Der 26-Jährige kann nach längerer Krankheit die WM-Qualifikation nur als Zuschauer verfolgen. Somit steht erstmals seit Bekanntwerden der Liaison vor drei Jahren nicht mehr das Traumpaar im Fokus, sondern nur die 29-Jährige als Individualistin.
Also kann sich die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 wieder mehr auf sich konzentrieren, muss nicht mehr mit den Leistungen des Freundes fiebern. Während Biedermann erst wieder die Kurzbahn-EM im Dezember als nächstes sportliches Ziel hat, will Britta Steffen unter die Qualifikation für die WM vom 19. Juli bis 4. August in Barcelona einen Haken setzen. Die im Vergleich zu den Vorjahren entschärften Normen dürften für sie erneut kein Problem sein, das offizielle WM-Ziel Finalteilnahme ist realistisch.
Das Paar teilt nicht nur eine Wohnung, sondern auch den Trainer. Britta
Steffen beendete langjährige Zusammenarbeiten mit ihrer Psychologin und Trainer Norbert Warnatzsch. Alle Veränderungen brachten neue Impulse in das Leben der Wirtschaftsingenieurin, dazu zählen besonders die täglichen Übungseinheiten.
„Frank Embacher ist ein anderer Trainer-Typ als Norbert. Er macht andere Trainingspläne. Es ist total schön, dass die Programme schnell vorbeigehen, weil wir sehr viele verschiedene Inhalte schwimmen. Das war bei Norbert anders, da waren verschiedene Standardserien Programm“, erklärt Britta Steffen und ergänzt: „Aber das war sehr gut, so konnte ich mich von Woche zu Woche vergleichen, welche Fortschritte ich gemacht habe.“ Die Arbeit mit Warnatzsch, zu dem sie weiterhin Kontakt hat, will Steffen nicht missen, den Vergleich nicht als Kritik verstanden wissen. Als „Schwimm-Mutti“ hat die
29-Jährige Rio de Janeiro 2016 weiter im Hinterkopf. Ihre dann fünften Olympischen Spiele will die Doppel-Weltmeisterin von 2009 wieder mit Freund Paul bestreiten.

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